Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Adäquatheit: in der Logik vollständiger und korrekter Kalkül - Bei empirischer Adäquatheit (anders als bei Wahrheit) kann Adäquatheit von Aussagen nur in Bezug auf Theorien festgestellt werden.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Fraassen, Bas
 
Bücher bei Amazon
Adäquatheit I 45
Def Empirische Adäquatheit/Fraassen: es gibt ein Modell, sodass alle Erscheinungen mit Bewegungen im Modell identifizierbar sind (auch historische, nicht wahrgenommene). - Empirisch äquivalent: sind zwei Theorien, wenn sie beide Modelle haben, die das leisten.
I 84f
Empirische Adäquatheit/Fraassen: ist (anders als Wahrheit) eine globale Eigenschaft von Theorien - d.h. es gibt keine allgemeine Charakteristik von Aussagen so dass, wenn alle Aussagen (Propositionen) der Theorie jede für sich diese Charakteristik haben, dann die Theorie empirisch adäquat ist. - Weil Theorien Familien von Modellen sind, von denen jede eine bestimmte Familie von Substrukturen hat, die möglichen Phänomenen (empirischen Substrukturen) entsprechen.
Problem: weil die empirische Bedeutung nicht syntaktisch isoliert werden kann, muss empirische Adäquatheit ohne empirische Umwege direkt definiert werden. - Empirische Adäquatheit einer einzelnen Aussage kann nur in Bezug auf eine Theorie festgestellt werden.
Problem: anders als bei Wahrheit, kann eine Theorie empirisch adäquat sein und eine andere nicht. - Dann muss eine Konjunktion von Theorien anders als bei Wahrheit behandelt werden.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

> Gegenargumente gegen Fraassen
> Gegenargumente zu Adäquatheit



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 01.05.2017