Philosophie Lexikon der Argumente

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Aussage: etwas, worauf derjenige festgelegt werden kann, der sie macht. In Abgrenzung dazu kann ein Satz als eine Zeichenfolge aufgefasst werden, die noch keine Aussage ist.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Strawson, P. F.
 
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Aussagen Meg I 300
laut Hungerland
Präsupposition/Strawson: Def "S setzt S" voraus": Die Wahrheit von S" ist eine notwendige Bedingung der Wahrheit oder Falschheit der Behauptung, dass S.
Bsp "Alle meine Kinder schlafen fest" präsupponiert "Ich habe Kinder".
David RyninVsStrawson: aus dieser Interpretation folgt paradoxerweise, dass alle vorausgesetzten Behauptungen wahr wären: es sollten gelten: S >S" und ~S >S"; es gilt aber auch: Sv~S. Daraus folgt: S".
Anders gesagt: (~S" > ~(Sv~S)) > S ist analytisch wahr in einem System zweiwertiger Aussagenlogik.
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Horwich I 186
Aussage/Strawson: zweideutig: a) Sagen, Sprechakt - b) das Ausgesagte, der Inhalt, was wahr oder falsch ist -" die Handlung ist nicht wahr/falsch.
AustinVsStrawson: es sind die Sprechakte selbst, die wahr/falsch sind - bzw. Wahrheit wird Sprechakten zugeschrieben.
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Strawson I 193
Aussage/Strawson: umfassender als Behauptung.
I 205
Aussage/Strawson: das bindende Glied des Satzes ist das Zeichen des Aussagens "Sokrates ist..." - wenn dieses "ist" als selbstständig aufgefaßt würde, dann kein Unterschied zwischen A und B mehr
II 246/47
Aussage/Strawson: Doppelsinn: a) was ich sage, b) mein Sagen - Wahrheit, unabhängig davon, ob die Äußerung gemacht wurde.
StrawsonVsSprechakttheorie: Wahrheit nicht dem Ereignis zuschreiben!

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

> Gegenargumente gegen Strawson



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.04.2017