Philosophie Lexikon der Argumente

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Bedeutungs-Kategorie (semantische Kategorie): a) z.B. der Unterschied zwischen dem Ausdruck für eine Tätigkeit und der Absicht zu dieser Tätigkeit - b) z.B. Unterschied zwischen Propositionen und Prädikaten.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Tarski, Alfred
 
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Bedeutungs-Kategorien Berka I 498
Def semantische Kategorie/Bedeutungskategorie/BK/Husserl/Tarski: zwei Ausdrücke gehören zur selben Bedeutungskategorie, wenn es
1. eine Aussagenfunktion gibt, die einen dieser Ausdrücke enthält
2. wenn keine Funktion, die einen dieser Ausdrücke enthält, den Charakter einer Aussagenfunktion verliert, wenn man in ihr diesen Ausdruck durch den anderen ersetzt - (reflexiv, transitiv, symmetrisch) - Bsp Kategorie der Aussagenfunktion - Bsp Namen von Individuen - Bsp Variable.
I 499
Def Hauptprinzip der semantischen Kategorien/Tarski: in der Alltagssprache scheint ein einziger Fall zu genügen, in dem die Aussagenfunktion nach Ersetzung des Ausdruck erhalten bleibt.
Tarski: Bedeutungskategorie hier nicht für zusammengesetzte Ausdrücke (in der Alltagssprache auch sinnlose) sondern nur Variable - entscheidend: bloße Gestalt - Sinn des Hauptprinzips: wollen wir, dass Einsetzung immer neue Aussagen ergibt, dürfen wir nämlich als Variablen nur Ausdrücke derselben semantischen Kategorie einsetzen.
I 500
Daraus folgt, dass kein Zeichen gleichzeitig ein Funktor zweier Funktionen sein kann die eine verschiedene Zahl von Argumenten besitzen, oder zwei solcher Funktionen (auch wenn sie gleiche Stellenzahl haben) in denen zwei ihrer Stelle nach einander entsprechende Argumente zu verschiedenen Bedeutungskategorien gehören.
I 520
Gebundene Variablen haben keinen Einfluss auf den semantischen Typ.

Tarsk I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.03.2017