Philosophie Lexikon der Argumente

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Bedeutungstheorie: eine Theorie, die die Bedeutung von Bedeutung erklären will. Ein Problem ist, dass der Begriff der Bedeutung und der der Wahrheit sich gegenseitig vorauszusetzen scheinen. Siehe auch Wahrheitstheorie.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
McDowell, John
 
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Bedeutungs-Theorie Avr I 12
Bedeutungstheorie/BT/McDowell: Problem: wenn Bedeutung in Begriffen von etwas anderem erklärt wird, muss dieses andere wiederum erklärt werden. - These: indirekter Zugang über das Verstehen und über allgemeines Sprachverhalten ohne den Begriff der Analyse. - Stattdessen Darstellung der Relationen zwischen Begriffen die wir schon als verstanden voraussetzen. - Dabei tritt der Begriff der Bedeutung nicht auf.
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EMD II IX
Übersetzungssemantik /Evans/McDowell: Sichtweise, nach der die Bedeutungstheorie die Aufgabe hat, Regeln aufzustellen, die Sätze mit ihren Repräsentationen in Beziehung setzen - McDowellVs - Bsp x ist ein Bild von F. - Problem: > ist ein Löwen-Bild ((s) trägt die singuläre Beschaffenheit in die Relation hinein.) - statt dessen: Lösung/Davidson: erfüllt neutral. - Pointe: das beseitigt die Anführungszeichen.
EMD II IX/X
Bedeutungstheorie/McDowell: stellt gar keine Relation her zwischen einem Satz und sich selbst. - Stattdessen: die BT stellt eine semantische Eigenschaft des Satzes dar, indem sie ihn gebraucht. - Übersetzung: das Wissen, dass chauve kahl erfüllt, ist kein Wissen über eine Relation. - Stattdessen: empirische Relation zwischen chauve und kahlen Männern. - Das ist eben der Gebrauch und nicht die Erwähnung.
EMD II XII
Übersetzungssemantik /Evans/McD: - XI Bsp x "ist ein Bild von" F - Problem: > ist ein Löwen-Bild. ((s) trägt die singuläre Beschaffenheit in die Relation hinein.) - stattdessen: Lösung/Davidson: "erfüllt" neutral aufgefasst: x erfüllt F gdw. Wx. - W: ist ein Ausdruck der Metasprache - Problem immer noch: x erfüllt "ist ein Bild eines Löwen gdw. x ein Bild eines Löwen ist" muss erklärt werden (durch Zusatzbestimmungen). - Die in dem Theorem erlaubten Manipulationen müssen dem Sinn der gebrauchten objektsprachlichen Ausdrücke entsprechen.
EMD II XVIIf
Bedeutungstheorie/Evans/McDowell: nicht aus Wahrheitstheorie, denn radikale Interpretation sagt bestenfalls, dass die WT wahr ist. - Für eine fremde Sprache ist aber eine verlässlich wahre WT gleichzeitig eine Bedeutungstheorie!
EMD II 43
Wahrheitstheorie/WT/McDowell: wenn man eine Regel für f hätte in "s ist f dann und nur dann, wenn p" und dieses f dann durch "wahr" ersetzen könnte. - Dazu braucht man nur den Begriff der Gleichheit des Satzsinns.
II 50
Wahrheitstheorie: muss den Inhalt der Sprechhandlungen erkennbar an den Tag legen - (s) rechte Seite gebraucht Teil der Welt (Bsp die tatsächliche Beschaffenheit von Schnee). - ((s) Problem: demgegenüber ist die Sprache relativ abgeschlossen.)
EMD II 43ff
Bedeutungstheorie/McDowell: These: eine Theorie des Sinns soll gleichzeitig eine Bedeutungstheorie sein. - Zusätzlich: Theorie der Kraft. (Frage, Befehl usw.)
Dum III 130f
Def "Üppige Theorie"/Bedeutungstheorie/McDowell: schreibt dem Sprecher Kenntnis der Bedingungen zu, die ein Gegenstand erfüllen muss, um Träger eines Namens zu sein. - Def "Nüchterne Theorie"/McDowell: hier weiß der Sprecher lediglich von dem Gegenstand, dass er der Namensträger ist.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 01.05.2017