Philosophie Lexikon der Argumente

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Bewusstsein, Philosophie: Das Erleben von Unterschieden zusammen mit einer Wahlfreiheit im Gegensatz zu rein automatischen Reaktionen. Siehe auch Intentionalität, Identitätstheorie, Fremdpsychisches, Selbstbewusstsein.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Dennett, Daniel
 
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Bewusstsein Rorty VI 161
Bewusstsein/Dennett: es ist eine Illusion zu glauben, das Bewusstsein sei die Ausnahme von der Regel, dass sich alles durch seine Beziehungen zu anderen Dingen erklären lässt. Es ist keine Ausnahme.
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Den I 534
Bewusstsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der
der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewusstsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
Den II 23ff
Sprache/Tier/Bewusstsein/Dennett: da es keine Grenze für Bewusstsein (mit oder ohne Sprache) gibt, da es allmählich entstanden ist, ist die Frage, welche Tiere Bewusstsein haben, unentscheidbar - "Eine Frage des Stils" - Bewusstsein ist nicht gleich Denken! Dennett: kein Denken ohne Sprache, aber Bewusstsein ohne Denken.
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Metzinger/Rosenthal II 430
Bewußtsein/Dennett: selbst für die Erste Person nicht immer klar, was bewusst ist und was nicht - Bsp sich des Inventars eines Zimmers bewusst werden - Bsp Tapetenmuster: Vervollständigung durch Urteil, nicht sensorisch!
Metzinger II 475
Bewusstsein/Dennett: ist wie eine Simulation der Welt - verhält sich zum Gehirn wie die Flugsimulation zu den Vorgängen im Computer.
Metzinger II 555
Bewusstsein/Dennett: 1 . kulturelles Konstrukt - 2. man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben - BlockVsDennett: falsche Verschmelzung von P-Bewusstsein und Z-Bewusstsein.
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Chalmers I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache.
ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und (FN 9/Kap 3)
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.
Chalmers I 229
Bewusstsein/Dennett/Chalmers: (Dennett 1993b) Bewusstsein ist, was in Gehirnprozessen hervorsticht. („Cerebral celebrity“). Solche Inhalte sind bewusst, die Ressourcen auf sich fixieren und monopolisieren. (p. 929).
Chalmers: das ist nah bei meinem Ansatz, nur dass ich von potentiellen Hervorstechen spreche, Es muss nur möglichsein, dass ein Inhalt diese Rolle spielen kann.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.04.2017