Philosophie Lexikon der Argumente

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Bezeichnen: das Versehen eines Gegenstands mit einem Zeichen, das die Lokalisierung innerhalb einer Ordnung erlaubt, im Gegensatz zu einer Benennung mit einem Namen. Siehe auch Benennen, Designation, Denotation, Individuation, Identifikation, Spezifikation.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Fodor, Jerry
 
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Bezeichnen II 117
Theorie der Bezeichnung/formale Sprachen/Fodor: die Bezeichungstheorie der formalen Semantik gibt das Bezeichnen im konkreten Sprachgebrauch nicht angemessen wieder. Daher tauchen die wirklichen Probleme in den formalen Sprachen gar nicht auf. -
Bezeichnungstheorie: ist zweiteilig:
1. Eine Gruppe von Regeln gibt die Designate für die einzelnen Konstanten und Prädikate im Vokabular an.
2. Eine zweite legt durch eine rekursive Definition für die Sätze den Begriff "wahr-in-L" fest. - In dieser zweiten Gruppe gibt es meist eine Regel, die eine notwendige und hinreichende Bedingung für die Wahrheit jedes Elementarsatzes festlegt. ("Schnee ist weiß genau dann, wenn...").
Bezeichnung/Fodor: das kann die Probleme der Bezeichnung in natürlichen Sprachen nicht erfassen. - Bsp "Ich möchte Papst sein": bezeichnet den Papst nicht. - Bsp "Ich möchte den Papst treffen": bezeichnet den Papst. - Bsp "Das karierte Kleid": kann das dunklere Kleid bezeichnen.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

> Gegenargumente gegen Fodor



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.04.2017