Philosophie Lexikon der Argumente

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Brückengesetze: stellen Beziehungen zwischen den Ausdrücken zweier Theorien auf, wenn eine der Theorien auf die andere reduziert werden soll. Siehe auch Reduktion, Reduktionismus, Theorie.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Fodor, Jerry
 
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Brückengesetze I 135
Gesetz/Naturgesetz/Reduktionismus/Junktoren/Interpretation/Fodor: Frage: wie der Junktor ">" (bei der Reduktion einer Wissenschaft auf die Physik) zu deuten ist - ist er transitiv? - (allgemein angenommen) - dann wird es entsprechende Brückengesetze geben müssen. - Problem: die Deutung des Junktors ">" in Brückengesetzen selbst: ist der Reduktionismus damit selbst eine physikalische These. - Er kann nicht mit "verursacht" gleichgesetzt werden, weil das asymmetrisch ist. - Wenn ">" irgendeine andere Relation als die Identität dann wird die Wahrheit des Reduktionismus nur die Wahrheit einer schwachen Version des Physikalismus garantieren. - Dass es nomologisch notwendig ist, dass die S- und P-Prädikate auf dieselben Gegenstände anwendbar sind (das ist das Brückengesetz). - Das ist mit einer nicht-physikalistischen Ontologie vereinbar: - Bsp dass x's Erfüllung von S nicht selbst ein physikalisches Ereignis ist. - Manche Autoren: Brückengesetze drücken daher kontingente Ereignisidentität aus - (>Token-Physikalismus).

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.04.2017