Philosophie Lexikon der Argumente

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de re, Philosophie: Aussagen, die sich auf nichtsprachliche Gegenstände beziehen, sind de re. Hier gehen die meisten Autoren davon aus, dass die zugeschriebenen Eigenschaften kontingent sind. Eine Ausnahme bildet der Essentialismus, der Gegenständen teilweise notwendige Eigenschaften zuschreibt. Siehe auch de dicto, Notwendigkeit de re, Modalität, Kontingenz, Essentialismus.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Schiffer, Stephen
 
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de re I 60f
Glauben de re/Überzeugung/Proposition/vollständiger Inhalt/Schiffer:
(2) "Tanya glaubt, dass Gustav ein Hund ist"
schreibt eine Überzeugung de re im Hinblick auf canis familiaris zu - vollständiger Inhalt: enthält eine GW (Gegebenheitsweise) der Spezies (egal ob er die Spezies selbst enthält) - Bsp "sie ist clever": vollst I: nicht - Problem: sie ist vielleicht nicht in jeder möglichen Welt clever, oder der Sprecher erkennt sie nicht wieder. - Wenn es um vollständigen Inhalt geht, dann müsste er ihn gleichzeitig glauben und nicht glauben.
Lösung/Frege: verschiedene Gegebenheitsweisen. VsProposition: "sie" referiert beide Male auf Emily - daher nicht vollständiger Inhalt, sondern sagt nur, dass der Inhalt irgendeine Gegebenheitsweise enthält.
Problem/Schiffer: wir wissen nicht was Gegebenheitsweisen sind und ob es welche gibt. - Früh: (1977 und 1978): versuchte ich eine Kennzeichnungstheorie für Gedanken de re, heute Vs: das verlangt einen zu komplexen verfeinerten Glauben, den z.B. Kinder nicht haben können.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.04.2017