Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Eigenschaft: was einem Gegenstand zur Unterscheidung von anderen Gegenständen zugeschrieben werden kann. In der Philosophie gibt es Diskussionen darüber, ob Eigenschaften existieren bzw. ob "nackte Einzeldinge" existieren können. Ausdrücke für Eigenschaften sind Prädikate. Nicht jedem Prädikat muss eine Eigenschaft entsprechen. Siehe auch Quantifikation über Eigenschaften, Logik 2. Stufe, Schemabuchstaben.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Armstrong, D.M.
 
Bücher bei Amazon
Eigenschaften III 12
Eigenschaften/Armstrong: sind immer nicht-lokal! (>Chisholm) - Bsp "in Australien lebend" keine Eigenschaft - auch relationale Eigenschaften dürfen nicht lokal sein.
III 14
Individuation/Individuum/Einzeldinge/Eigenschaften/Armstrong: es ist wahrscheinlich, dass es für jedes Einzelding wenigstens eine individuierende Konjunktion von Eigenschaften gibt. - Bsp "eine Lichtsekunde von Proton A entfernt seiend" - keine Eigenschaft - aber: Bsp "eine Lichtsekunde von einem Proton entfernt seiend" wäre richtig. ((s) Abstand)
III 83
Eigenschaften/Armstrong: strikt identisch in allen verschiedenen Instantiierungen (Universale) - daher nicht alle beliebigen Prädikate - Pseudo-Eigenschaft: Identität mit sich selbst (kein Universale) - Identität verleiht keine kausale oder nomische Kraft.
III 114f
Eigenschaften/Armstrong: der Zustand N(F,G) ist gleichzeitig eine Relation 1. Stufe - wenn Bsp "eine Masse sein" eine Eigenschaft von Eigenschaften ist, dann wird "die Eigenschaft von 1 Kg, eine Masse zu sein" ein Zustand 2. Stufe sein (M(K) und das wird, aus Symmetriegründen auch eine Eigenschaft 1. Stufe sein, die auf ED 1. Stufe angewendet wird, so wie dieses Gewicht -VsRealismus von Eigenschaften: Gefahr der Verdoppelung, Zwischenglieder - Armstrong spät: skeptisch Vs "Eigenschaft, eine Masse zu sein".
III 141
Eigenschaften/Armstrong: die "Eigenschaft, eine Eigenschaft zu sein" ist nicht erwünscht - jedenfalls keine HG (Humesche Gleichfömigkeit) 2. Stufe - wird aber von Tooley gebraucht, wenn er ein universales Gesetz als Gesetz 2. Stufe über Gesetze annimmt.
III 145
Lieber neue Eigenschaften einführen als neue Gesetze.
III ~ 163
Eigenschaften/Armstrong: wenn wesentlich, dann nur in Bezug auf ein Begriffsschema
II 5
Eigenschaften/Armstrong: kategorisch = nicht-dispositional - aber viele Eigenschaften sind eigentlich dispositional "hart" genauso wie "biegsam" - aber dispositional ist nicht auf kategorisch reduzierbar
II 96
Eigenschaften/kategorisch/dispositional/Armstrong: Asymmetrie zwischen kategorisch/dispositional: Dispositionen erfordern kategorische Eigenschaften in einer Weise, in der kategorische Eigenschaften Dispositionen nicht erfordern. - Es ist möglich, dass in einer möglichen Welt Dinge nur kategorische Eigenschaften haben, ohne dispositionale Seite. - Das wäre nach Martin eine träge Welt, weil es keine Kausalität gäbe.
II 102
MartinVsArmstrong: Welt muss nicht so "geschäftig" sein, dass jede Disposition manifestiert sein müsste - (>II 77)
II 97
Eigenschaften/Nominalismus/Martin/Place: sind ED (Einzeldinge) - daher keine strikte Identität zwischen verschiedenen Manifestationen oder Vorkommnissen von Eigenschaften - statt dessen: "exakte Ähnlichkeit" - Verursachung: Prinzip: "Gleiches verursacht Gleiches" - ArmstrongVs: das ist nur eine kosmische Regularität und damit als ganzes ein kosmischer Zufall - ArmstrongVs: pro Universalien-Sicht: erklärt, warum dieselben Eigenschaften in denselben Umständen dieselben Wirkungen hervorbringt (nicht bloß die gleichen). - Prinzip: "Identisches verursacht Identisches".
II 168
Kompositionsmodell/Martin: These: wir sollten Eigenschaften statt Teile annehmen - die komplexen Eig und Dispositionen und Relationen des Ganzen sind zusammengesetzt aus den einfacheren Eigenschaften und Relationen und Dispositionen der Teile.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

> Gegenargumente gegen Armstrong
> Gegenargumente zu Eigenschaften



zurück zur Liste | > Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.03.2017