Philosophie Lexikon der Argumente

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Erklärung: Das Aufstellen einer Aussage über ein zuvor durch eine davon abweichende Aussage beschriebenes Ereignis, Zustand, Veränderung, oder Handlung. Die Erklärung wird oft Umstände, Vorgeschichte, logische Prämissen, Ursachen und Kausalität einzubeziehen versuchen. Siehe auch Beschreibung, Aussagen, Theorien, Verstehen, Buchstäbliche Wahrheit, Beste Erklärung, Kausalität, Ursachen, Verursachung, Vollständigkeit.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Maturana, H.
 
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Erklärungen I 9
Erklärung/Maturana: man erklärt Erfahrung mit Erfahrung.
I 12
Def Erklärung: generativer Mechanismus, der den Regelmäßigkeiten der Erfahrung entspricht. Dieser Mechanismus und die zu erklärende Erfahrung ereignen sich nicht im gleichen phänomenalen Bereich - die Erklärung ersetzt nicht die Erfahrung - die Erklärung erweitert den Bereich, in dem der Beobachter lebt.
I 68
Sprache/Erklärung/Maturana: geschlossener Bereich - mit sprachlichen Mitteln nicht zu verlassen - daraus folgt: die Logik der Beschreibung ist die Logik des beschreibenden (lebenden) Systems - nur eine vollständige Reproduktion ist eine vollständige Erklärung.
I 96
Erklärung/Maturana: 1. Abgrenzung des zu erklärenden Systems oder Phänomens - 2. Abgrenzung der Bestandteile und Relationen - Erklärung = Reproduktion - mechanistisch: Gewicht und Summe der Gewichte der Teile - vitalistisch: teleonomisch: bezieht sich auf die Eigenschaften der Teile.
I 146
Erklärung/Maturana: immer die Antwort auf die Frage nach dem Entstehen eines Phänomens - Kriterium: vom Hörer festgelegt - es schafft einen Erklärungsbereich.
I 224
Unser Lebensgeschehen läuft zunächst ab unabhängig von unseren Erklärungen - sein Verlauf ist dann aber durchaus von ihnen abhängig.
I 192
Erklärung/Maturana: konstitutive Merkmale sind nicht erklärungsbedürftig.
I 239
Erklärungsbereich/Maturana: hängt von Präferenzen für Grundannahmen ab. - Der Erklärungsbereich wird nicht durch Messen, Quantifizierung oder Voraussagen konstituiert, sondern durch ein Validierungskriterium. - Uneinige Wissenschaftler gehören verschiedenen Gemeinschaften an. - Sie teilen nicht das Kriterium der Validierung.

Mat I
U. Maturana
Biologie der Realität Frankfurt 2000

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.04.2017