Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Erscheinung, Philosophie: jegliches Wissen, abgesehen von logischen Einsichten, gelangt über die Sinne zu uns. Daher wird angenommen, dass dieses Wissen nicht nur grundsätzlich fehlbar ist, sondern durch die Beschaffenheit der Sinnesorgane mehr oder weniger vorstrukturiert ist, ohne dass diese Struktur notwendig so in der Welt außerhalb der wahrnehmenden Subjekte gegeben sein muss. Das gilt wegen der sprachlichen Vorstrukturierung unseres Zugangs zu uns selbst für das Innenleben der Subjekte. Siehe auch Schein, Wahrheit, Gewissheit, Wissen, Erkenntnis, Erkenntnistheorie, Introspektion, Unkorrigierbarkeit.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Davidson, Donald
 
Bücher bei Amazon
Erscheinung McDowell I 167
Erscheinungen/Davidson: üben einen rationalen Einfluss auf unsere Weltsicht aus, das darf man wohl sagen.
Aber nicht: dass die Sinneseindrücke, die Einwirkungen der Welt auf unsere Sinne, unserem empirischen Denken rationale Forderungen auferlegen.
Höchstens auf sehr komplexe Weise: sie führen zur Bildung von Meinungen, aber sie legen nicht fest, was das Subjekt denken sollte.
(Terminologie/(s): Davidson spricht selbst nicht von Erscheinungen.)

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

> Gegenargumente gegen Davidson



zurück zur Liste | > Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.03.2017