Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Nozick, Robert
 
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Evolution II 334ff
Rationalität/Evolutionstheorie: erklärt nicht, warum physikalischer Zustand r Bewegung b verursacht - (wenn der Zustand r der entsprechende rationale Grund und Bewegung b die rationale Handlung ist) - Nozick: wenn R kein rat. Grund wäre, gäbe es gar keinen Organismus, der dafür selektiert wäre. - ((s) Weil irrationale Organismen nicht selektiert werden, könnte man rationales Verhalten nicht als besonders erkennen und beschreiben.
II 338
Nozick: dennoch: wenn r nicht rational wäre, wäre der Organismus nicht selektiert worden - "Abwärtskausalität". - Also gibt es doch Rationalität in der Welt.
II 342
Evolutionstheorie/Nozick: scheint Werte und wertende Tatsachen zu eliminieren. - Selbst wenn Handeln mit Glauben in Verbindung steht, steht es nicht mit wertenden Tatsachen in Verbindung.
III 343
Stattdessen: "unsichtbare Hand", blinder Mechanismus. - Ethisches Verhalten könnte ererbt sein.
Pointe: das untergräbt nicht die Rolle von ethischen Tatsachen. - Erklärung: individuelles Verhalten wird nicht "blind" erklärt. - Lösung: zusätzlich braucht man Wahrheit zur Erklärung.
II 348
Moralische Überzeugung muss letztlich in Verbindung mit seiner Wahrheit stehen - aber das zeigt nicht, dass aus einer erfolgreichen Erklärung der unsichtbaren Hand (blinde Erklärung) nicht folgen könnte, dass es vielleicht gar keine Verbindung mit Richtigkeit gibt.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.03.2017