Philosophie Lexikon der Argumente

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Existenz, Philosophie, Logik: Das Vorhandensein von etwas, dem Eigenschaften zugeschrieben werden können. Vorhandensein bedeutet hier nicht, dass etwas unmittelbar gegeben sein muss oder sinnlich wahrnehmbar ist. Siehe auch Ontologie, Eigenschaften, Prädikate, Existenzsatz, Realismus, Quantifikation, Zuschreibung.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Kripke, Saul Aaron
 
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Existenz I 70f
Frege und Russell vertraten die These, der zufolge ein Eigenname kein starrer Bezeichnungsausdruck ist und mit der Beschreibung synonym ist, die ihn ersetzt.
Bsp wenn "Moses" bedeutet "der Mann, der das und das getan hat", dann hat, wenn niemand das und das getan hat, Moses nicht existiert. (KripkeVs).
I 81
Man könnte sagen "der Jona des Buches hat nie existiert", wie man sagen könnte "der Hitler der Nazi-Propaganda hat nie existiert". Aber: Existenz ist unabhängig von Darstellung.
I 92
Kontrafaktisches: Selbst wenn man sagt "angenommen, Hitler wäre nie geboren worden", dann referiert der Name "Hitler" hier, und zwar immer noch auf starre Weise, auf etwas, das in der beschriebenen kontrafaktischen Situation nicht existieren würde.
I 31, I 179
Entdeckung (Bsp von Fossilien) liefert keinen Existenzbeweis für Sagenfiguren (sie sind nicht genug bestimmt).

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.04.2017