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Farben, Philosophie: Im Zusammenhang mit dem Begriff der Farbe geht es in der Philosophie unter anderem um die Frage, wie individuelle Sinneseindrücke verallgemeinert oder objektiviert werden können. Siehe auch Qualitäten, Qualia, Wahrnehmung, Vertauschte Spektren, Privatsprache.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 64
Farbe/Farben/Farbbegriff/Dummett: Dass der Gegenstand in der roten Beleuchtung rot erscheint, ist etwas ebenso Objektives wie der Sachverhalt, dass er weiß ist.
I 64
"Rot" bezeichnet nicht nur eine physische Eigenschaft, sondern eine wahrnehmbare Eigenschaft (es erscheint Normalsichtigen als rot). Haben wir "erscheint rot" jedoch mit "ist rot" erklärt, sind wir nicht mehr imstande, das auch umgekehrt zu tun.
I 64
Farbbegriffe objektiver als z.B. "amüsant".
I 67
Um etwas interessant zu finden braucht man den Begriff "interessant" nicht zu kennen - aber um etwas als rot wahrzunehmen, den Begriff "Rot"
I 69
Das Kind erkennt die Farben nicht an etwas, es erkennt sie einfach! Der Sinn der Farbwörter geht völlig in dem Wiedererkennungsvermögen auf, das es sich angeeignet hat. Die Farben sind nach seiner Meinung nichts weiter als Merkmale!
Farben: haben keine Merkmale, sie sind Merkmale!
I 70
Farben sind nicht deshalb wahrnehmbare Eigenschaften, weil sie mit Hilfe von wiedererkennbaren Sinnesdaten (Merkmalen) erkennbar sind, sondern weil unsere Farbbegriffe in letzter Instanz auf einer durch Schulung erworbenen Fähigkeit beruhen, Farben durch Anschauen als solche zu erkennen.
I 72
Philosophen, die bestreiten, daß es in der äußeren Realität Farben gibt, machen eine doppelten Fehler. Sie verwechseln starke Objektivität mit Realität und halten Sinn und Bezug nicht auseinander.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

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