Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Gavagai: Phantasiewort aus einem Gedankenexperiment von W.V.O. Quine, bei dem es darum geht, dass ein Ausdruck (oder ein Fragment) einer völlig fremden Sprache nicht eindeutig übersetzbar ist in eine bekannte Sprache, weil nicht bestimmbar ist, worauf sich der Ausdruck der fremden Sprache bezieht. Selbst das Zeigen auf einen Gegenstand schafft keine Eindeutigkeit, da z.B. nur ein Teil oder eine Eigenschaft des Gegenstands gemeint sein kann. Siehe auch Übersetzung, Übersetzungsunbestimmtheit, Übersetzungshandbuch, Analytische Hypothese, Unbestimmtheit, Referenz, Bedeutung, Ostension, Hinweisende Definition.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Peacocke, Christopher
 
Bücher bei Amazon
Gavagai I 84
Gavagai/EvansVsQuine: sein Vorschlag, Kaninchen als unabgetrennte Kaninchenteile zu interpretieren hat die Konsequenz, dass was immer von einem unabgetrennten Kaninchenteil wahr ist, auch wahr ist von einem anderen unabgetrennten Teil desselben Kaninchens. - Dann können Grenzen, wie vage auch immer, keine Rolle spielen - der Preis das zu leugnen, ist die Identifikation von Prädikaten empirisch unbeschränkt (beliebig) zu machen. - Das gilt auch für die Zuschreibung von Handlungen.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

> Gegenargumente gegen Peacocke



zurück zur Liste | > Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.03.2017