Philosophie Lexikon der Argumente

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Gefühl, Philosophie des Geistes: wird meist mit Beispielen wie Freude, Furcht, Ärger usw. von anderen inneren Zuständen abgegrenzt. Dass Gefühle ausschließlich durch äußere Umstände ausgelöst werden, ist umstritten. Siehe auch Empfindungen, Sinneseindruck, Wahrnehmung, Emotion, Mentaler Zustand, Geist/Geistzustand, >ewusstsein, Reize, Selbstbewusstsein, Introspektion, Fremdpsychisches.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Ryle, Gilbert
 
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Gefühl I 131
Gefühl/Ryle: nicht gleich Stimmung - Kitzelgefühl = Kitzel, sich krank fühlen ist nicht gleich krank sein.
Stimmung/Ryle: nicht erkennen, nicht verstehen, sondern eröffnen, vom Herzen, nicht vom Kopf.
I 137
Gefühl/Ryle: absurd: nicht zu wissen, ob man sich besser fühlt - aber nicht absurd: nicht zu wissen ob man wieder gesünder ist.
I 137
Gefühl nicht mit Erregung oder Neigung verknüpft! - Empfindungen nicht absichtlich.
I 140
Phantasie (Roman) bringt echte Qualen und echte Tränen aber unechte Entrüstung hervor.
Entzücken, Erleichterung, Kummer: Zeichen für Gefühle, nicht die Gefühle selbst.
I 143 f
Gefühle/Empfindung: Jucken, Kitzel, Stechen, Beißen, Prickeln, Bohren, Übelkeit, Schock Beklemmung, Spannung - höchstens akzidentell handlungserklärend.
Stimmung: Entzücken Heiterkeit, Kummer, Sehnen, Heimweh, Passion, Erregung, Enttäuschung (auch in der Abwesenheit) - auch Stimmung, etwas gern zu tun (Disposition) - Stimmung: kein Erlebnis, kein Objekt der Introspektion.

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.03.2017