Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Gegebenes, Philosophie: Etwas in der Außenwelt, das dem entsprechen soll, was wir mit den Sinnen wahrnehmen. Das Problem ist, wie wir die Verfasstheit der äußeren Gegenstände von dem unterscheiden sollen, was uns durch die Konstruktion unserer Sinnesorgane vorgegeben ist. Die Annahme eines äußeren Gegebenen setzt außerdem voraus, dass sowohl dieses als auch die Seite des wahrnehmenden Subjekts in gewisser Weise fixiert sind. Beides wird von vielen Autoren bezweifelt. Siehe auch Wirklichkeit, Realität, Mythos des Gegebenen, Wahrnehmung, Welt, Welt/Denken, Ding an sich, Perspektive, Natur, Naturalismus, Erkenntnistheorie.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Hume, D.
 
Bücher bei Amazon
Gegebenes I 18
Gegebenes/Erfahrung/Hume: hat daher zwei gegenläufige Bedeutungen:
1. Als Vorstellung, wie sie im Geist gegeben ist (nichts Überschreitendes)
2. Das Überschreiten ist ebenfalls gegeben, aber als Praxis, als Affektion des Geistes, als Eindruck der Selbstwahrnehmung - das Überschreiten ist nicht in der Vorstellung gegeben.
I 101 ff
Gegebenes/Hume: Fluß, Bewegung - das Subjekt konstituiert sich im Gegebenen.
I 104
Die Gesamtheit dessen, was erscheint, ein Sein, das dem Schein gleich ist.
I 110
Das Gegebene ist nicht Teil des Raums - sondern der Raum ist Teil des Gegebenen.
I 168
Gegebenes/Hume: vereinigt seine Teile niemals zu einem Ganzen - Sein: kann nur begriffen werden als Gegenstand einer synthetischen Beziehung mit den Prinzipien dessen, was wir tun.

> Gegenargumente gegen Hume
> Gegenargumente zu Gegebenes



zurück zur Liste | > Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 31.03.2017