Philosophie Lexikon der Argumente

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Glau, Philosophie: Künstliches Prädikat in einem Gedankenexperiment von Nelson Goodman (N. Goodman,(Fact, Fiction and Forecast, Indianapolis, 1965) zur Verdeutlichung seines "Neuen Rätsels der Induktion". Ein Gegenstand x sei glau genau dann, wenn x vor dem Zeitpunkt t beobachtet wurde und grün ist oder nach t beobachtet wurde und blau ist, wobei der Zeitpunkt t in der Zukunft liegt. Das Problem der Ungewissheit, ob etwas grün oder glau ist entsteht dadurch, dass die Menge der grünen Gegenstände ein Teilmenge der glauen Gegenstände ist. Siehe auch Induktion, Projizierbarkeit, Prädikate, Verankerung.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Chomsky, Noam
 
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Glau I 290
Glau/ChomskyVsGoodman: ist ein Randproblem - die Ausgangsfrage ist zu vage. - Man kann problemlos eine Eigenschaft der Sprache "Grotrün" finden, die nicht Eigenschaft einer "Sprache wie Deutsch" ist. - Bsp das Prädikat "sich gleichen", nur eben auf Objekte anstatt auf Qualia angewandt. - Chomsky: es gibt keinen Zeitpunkt t, derart, dass wir von den Gegenständen vorhersagen können, dass sie sich nicht gleichen werden. - Sie könnten sich gleichen, wenn beide grün sind. - Es ist eine Eigenschaft natürlicher Sprachen, dass sie sich eher wie Deutsch als wie "Grotrün" verhalten. - Aber Sprachbegriffe wie "Deutsch" sind zu vage, um Goodmans Kriterium zu genügen. - Wir können nicht erklären, warum der Lernende nicht grot als Generalisierungsbasis erwirbt. - Das folgt sicher aus dem sensorischen System.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.03.2017