Philosophie Lexikon der Argumente

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Grammatik: Gesamtgebiet der Sprachtheorie mit Syntax, Semantik, Phonologie, Morphologie. W.V.O. Quine stellt die Grammatik dem Lexikon gegenüber. L. Wittgenstein bezeichnet Sätze über die Sprache als grammatische Sätze. Siehe auch Bedeutung, Lexikon, Sprache.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Wittgenstein, Ludwig
 
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Grammatik II 35
Anwendung/Gebrauch/Grammatik/Konvention/Wittgenstein: Grammatik sagt nichts über Anwendung - ebenso Konvention - sie setzt Anwendungen voraus. - Bsp Dass Rot sich von Blau anders als Rot von Kreide unterscheidet, wird formal, nicht experimentell verifiziert.
II 38
Grammatik/Wittgenstein: in ihr gibt es keine Lücken - sie ist immer vollständig - in ihr werden keine Entdeckungen gemacht - Bsp Sheffer-Strich: war keine Entdeckung, sondern es wurde ein neuer Raum ausfindig gemacht.
II 115
Grammatik/Wittgenstein: können wir nicht beschreiben - denn dazu müssten wir wieder die Sprache gebrauchen - die Grammatik kann nicht dazu führen, dass wir etwas sagen, was nicht wahr ist - sie ist nicht durch Tatsachen bestimmt.
II 229
Grammatik/Wittgenstein: von einer grammatischen Regel können wir nicht sagen, dass sie einer Tatsache entspricht oder ihr widerspricht - die Regeln der Grammatik sind unabhängig von den Tatsachen.
II 230
Bsp der Ausdruck "die Primärfarbe Nr. 7" hat keine Bedeutung - falsch: zu glauben, dass dies einer Naturtatsache entspräche - der Ausdruck hat gar keine Parallele zu Bsp "Es gibt keinen Zweimetermann, dem eine der Konfektionsgrößen passen würde" - Pointe: man könnte dagegen aber durchaus fragen, warum wir keine 7. Primärfarbe haben, wenn die Grammatik von "Farbe" willkürlich ist - dass sich 7 Farben nicht in einem Polyeder ordnen lassen, ist keine Naturtatsache.
II 436
Mathematik/Grammatik/Wittgenstein/(s): immer ist für ihn die Methode oder ein Verfahren wichtig.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.03.2017