Philosophie Lexikon der Argumente

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Esfeld, Michael
 
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Holismus I 16ff
Holismus/Esfeld: Bsp soziale Gemeinschaft: ist mehr als Abhängigkeit des Denkens von anderen - sozial: nicht rigide abhängig: Mitglieder sterben, neue kommen - soziale Rolle als Kaufmann besteht nur als Teil der Gemeinschaft - generisch: irgendein anderes, aber nicht ein bestimmtes Ding muss existieren. - Nicht holistisch; rein funktional charakterisierte Systeme: Bsp Verkehrsampel funktioniert auch ohne Verkehr und umgekehrt.
I 29
Holismus/Eigenschaften/Esfeld: sind nicht disjunkt (Bsp "rund oder eckig") . auch nicht z.B. "dieses Individuum" - Eigenschaften können intrinsisch oder relational (mehr als kausal) sein. - Nicht: "die Eigenschaft, ein System (holistisches System) zu sein". - Arrangement (selbst kausales): reicht nicht, Interaktion ist notwendig. - Relational: es mus mindestens ein Ding geben, mit dem es keine gemeinsamen Teile gibt - auch allein zu sein ist eine relationale Eigenschaft. - Holistische Eigenschaften bilden Familien - sie müssen nicht für jeden Teil des Systems die selben sein! Bsp Herz/Niere - Holistische Eigenschaften sind relational (Arrangement schon vorausgesetzt) - müssen nicht intrinsisch sein (Bsp natürliche Zahlen).
I 28
Kausalität: reicht nicht, selbst Eigenschaften die ursächlich für Dinge sind, können intrinsisch sein - ontologisch, nicht beschreibungsabhängig.- Teile: Bsp Knochen sind nicht-holistisch, aber Menschen sind holistisch für soziale Systeme - Knochen machen nichts zum Teil einer Gemeinschaft. - "holistischer Teil" ist nicht transitiv. - "Teil" ist enger als in der Mereologie.
I 36
Arrangement-Eigenschaft: reicht nicht: Herz zu sein ist Arrangement-Eigenschaft. Bsp Herz, das der Fleischer verkauft - sonst ist es kein Herz mehr. - Daher ist funktionale Definition kein holistisches Kriterium. - holistische Eigenschaften können nicht in einer Beschreibung erfast werden, die die Teile isoliert innehaben können.
I 42
Typ A bottom-up: jede Konstituente muss einige holistische Eigenschaften haben: jede Überzeugung ist, soweit sie begrifflichen Inhalt hat, von anderen Überzeugungen abhängig (Bsp sozialer Holismus).
Typ B: holistische Eigenschaften kommen in erster Linie des Systems als Ganzem zu: Bsp begrifflicher Inhalt, Bestätigung, Rechtfertigung (Bsp Quanten-Holismus) - semantischer Holismus: A oder B ist möglich.
I 50
Bestätigungs-Holismus führt zum Semantischen Holismus - Two Dogmas: vertritt beide.
I 366ff
Holismus/Esfeld: können wir den Holismus der Physik und den Holismus der Philosophie des Geistes zusammenschmelzen? - Nein: nur jeweils im einen Gebiet verfolgen und das andere ausschließen: Überzeugungs-Holismus: kann nur den begrifflichen Bereich (quasi alltagssprachlichen) berücksichtigen, nicht den quantenmechanischen - Quantenholismus ist dagegen auf epistemische Selbstgenügsamkeit und Repräsentationalismus festgelegt: e.S.: = Internalismus: Glaubenszustände unabh. von physikalischer Beschaffenheit (intentionale Zust. können in anderer Umgebung gleich sein)
I 383
Holismus/Tradition: Parmenides, Spinoza, Bradley - Esfeld: behält einen revidierten Cartesianismus bei.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.03.2017