Philosophie Lexikon der Argumente

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Tugendhat, Ernst
 
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Identifikation I 395
Identifizierung/TugendhatVsStrawson: verwendet Identifizierung im engeren Sinn - Tugendhat: mein eigener Begriff "Spezifikation" (welcher von allen Gegenständen ist gemeint) ist diesem Begriff überlegen - "Herausgreifen" (to pick out) ist Strawsons Ausdruck - (von Searle übernommen). - (Quine: "to specify")
I 400ff
Identifizierung/Identifikation/Tugendhat: Raumzeit-Stelle: dieser eine Gegenstand - Spezifizierung: Bezug, stehen für (weiterer Begriff) (vor Hintergrund aller anderen Gegenstände).
I 415
Identifikation/Einzeldinge/TugendhatVsStrawson: die Raumzeit-Relation ist nicht nur perzeptiv verankert, sondern auch ein System möglicher Wahrnehmungspositionen - damit ein System demonstrativer Spezifizierung (vor einem Hintergrund).
I 417
Durch raumzeitliche Kennzeichnung wird der wahrnehmbare Gegenstand als wahrnehmbarer spezifiziert. - Ein wesensmäßig wahrnehmbarer Gegenstand kann vorher noch nicht der Gegenstand sein, der er ist.
Referenz: heißt dann, eine Verifikationssituation zu spezifizieren.
I 422
Unterscheidung von Gegenständen überhaupt nur aus mannigfachen Verwendungssituationen von Wahrnehmungsprädikaten.
I 426
Einzelding/Identifikation/TugendhatVsStrawson: "hier", "Jetzt" genügen als Gegenstände und Raumzeit-Stellen existent zu machen - Raumzeit-Stellen sind die elementarsten Gegenstände. - Es muss dort aber auch etwas geben - wenigstens hypothetisch, dann liefert entsprechende Frage der Verifikation, für welchen Gegenstand der singuläre Term steht.
Top-down: die Verwendung aller sing Term verweist auf demonstrative Ausdrücke.
Bottom-up: wenn durch die Demonstrativa die Verfikationssituation für das Zutreffen des Prädikats bezeichnet wird
I 436
Lokalisation/Identifikation/Tugendhat: nur durch mehrere Sprecher - kein Nullpunkt, sondern Menge umgebender Ggst - subjektiver Nullpunkt vielleicht eigene Position
I 462
Identifikation/Tugendhat: räumliche und zeitliche Relation zwischen Gegenständen ist nicht hinreichend - unendlich viele Raumzeit-Stellen, endlich viele Gegenstände. - Raumzeit-System wird vorausgesetzt - Referenz auf Raumzeit-Stellen kann nicht scheitern - Rede von Existenz ohne Ort ist sinnlos - Identifikation nur durch gleichzeitigen Verweis auf alle anderen (möglichen) Gegenstände - daher sind Existenzsätze allgemein.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.03.2017