Philosophie Lexikon der Argumente

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Stalnaker, Robert
 
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Identität I 14
Vage Identität/Stalnaker: kann höchstens bei I-Aussagen mit vagen Termini auftreten - Lösung/Gegenstücktheorie/Stalnaker: wenn Querweltein-Relation zwischen Klassen von Stellvertretern ((s) GS) bestehen und nicht zwischen Individuen selbst, dann muss die Relation nicht die der Identität sein, und diese andere Relation kann vage sein.)
I 126
Kontingente Identität/Stalnaker: es ist natürlich nicht so, dass der Aktualismus kontingente Identität erfordert, die obigen Beispiele können auch wegerklärt werden -man kann die Möglichkeit bloß nicht einfach auf Basis der Semantik und Identitätslogik zurückweisen - notwendige Identität: d.h. dass die These, alle Identität sei notwendig eine metaphysische These ist.
I 131
Identität/notwendig/kontingent/Stalnaker: nach der modalen Quantorentheorie ist alle Identität notwendig. - Das wollen wir nicht - Bsp ein Ding kann mehrere Gegenstücke in anderen Welten haben.
I 132
Lösung: verschiedene Weisen des Herausgreifens.
I 133
Vage Identität/Stalnaker/Nathan SalmonVsvage I: (Salmon 1981, 243) nach ihm kann I nicht vage sein: Bsp angenommen, es gibt ein Paar von Entitäten x und y so daß es vage ist, ob sie ein und dasselbe Ding sind - dann ist das Paar ganz sicher nicht dasselbe Paar wie das Paar, bei dem des definitiv wahr ist, daß x dasselbe Ding ist wie es selbst - aber dann ist es nicht vage, ob die beiden Paare identisch oder unterschieden sind.
I 134
Vage Identität/Identitätsaussage/vage Gegenstände/Stalnaker: Bsp M sei ein bestimmtes Stück Land innerhalb des unbestimmten Mt. Rainier - a) Mt. R ist ein unbestimmtes Objekt: dann ist es falsch zu sagen, dass M = Mt Rainier - b) wenn es um eine Aussage statt um ein Objekt geht: dann unbestimmt.
I 135f
Vage Identität/Stalnaker: Bsp zwei Fischrestaurants Bookbinder’s - nur eins kann mit dem ursprünglichen identisch sein - Endurantismus: Problem: "B0": (das ursprüngliche) ist dann eine mehrdeutige Bezeichnung - Perdurantismus: hier ist es eindeutig.
I 138
Vage Identität/SalmonVsVage Identität/Unbestimmtheit/Stalnaker: Salmons Argument zeigt, dass wenn wir es schaffen, zwei Entitäten a und b herauszugreifen, dass es dann eine Tatsache geben muss, ob die beiden ein Ding sind oder zwei. (Stalnaker pro Salmon, Nathan) - umgekehrt: wenn es unbestimmt ist, ob a = b, dann ist es unbestimmt, worauf "a" referiert oder worauf "b" referiert. - Aber das gibt uns keinen Grund anzunehmen, dass Tatsachen zusammen mit Begriffen das entscheiden müssen. - Salmon zeigt nur, dass wenn Tatsachen und Begriffe nicht entscheiden, dass es dann unbestimmt ist.
I 140
StalnakerVsSalmon: seine Vagheit ist eine Vagheit der Referenz.
I 139
Identität/unbestimmt/Kripke: (1971, 50-1) Bsp wäre der Tisch T in der wirklichen Welt derselbe, wenn in der Vergangenheit die ihn konstituierenden Moleküle ein wenig anders verteilt gewesen wären? - Hier kann die Antwort unbestimmt sein.
I 148
Identität/ein-stellige Prädikate/ Stalnaker: man kann nicht allgemein Sätze als Prädikationen behandeln. Bsp x^(Hx u Gx) ist eine Instanz der Form Fs, aber "(Hs u Gs)" nicht. - Daher ist unser I-Schema beschränkter als Leibniz’ Gesetz normalerweise formuliert wird.
I 154f
Def wesentliche Identität/Stalnaker: alle Dinge x und y, die identisch sind, sind wesentlich identisch - d.h. identisch in allen möglichen Welten, in denen das Ding existiert. - ((s) D.h. die Existenz wird zur Voraussetzung gemacht, nicht die Identität für die Existenz.) - Notwendige Identität/Stalnaker/(s): hier ist es umgekehrt: wenn x und y notwendig identisch sind, müssen sie in allen möglichen Welten existieren - bzw. wenn ein Ding in einer MöWe nicht existiert, kann es in den MöWe in denen es existiert, nicht notwendig identisch sein. - notwendige I/log Form: x^(x = y) > N(x = y) - schlägt in der Standardsemantik und in der GT fehl, weil ein Ding kontingent existieren kann und Selbst-I Existenz beinhaltet - zwei verschiedene Dinge können identisch sein, ohne wesentlich identisch zu sein. - Bsp zwei MöWe a und b, jede möglich für die jeweils andere, und zwei unterschiedene Dinge haben dasselbe GS in b, nämlich 3 - dann erfüllt das Paar die Identitätsrelation in b, aber weil 1 in Welt a existiert und von 2 verschieden ist, erfüllt das Paar nicht N(Ex > x = y) in b.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.03.2017