Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Grice, H.P.
 
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Implikatur Graeser I 120
Implikation/Grice: folgt aus dem Gesagten - Implikatur: folgt gerade nicht aus dem Gesagten - Es wird gegen mindestens eine Konversationsmaxime verstoßen.
Grice I 245
Konversationsimplikatur/Grice: I 248: der Gesprächsbeitrag soll informativ, angebracht, wahr, begründet, eindeutig, geordnet sein. - Die Konversationsimplikatur muss durch ein Argument ersetzt werden können, sonst wäre sie eine konventionale Implikatur.
I 264
1. wenn man sie vermutet, muss man Kooperation unterstellen.
2. Konversationsimplikatur bleibt bei Umformulierung erhalten.
3. Konversationsimplikatur setzt Kenntnis der konventionellen Rolle des Ausdrucks voraus. Daher gehört die Konversationsimplikatur nicht in die ursprüngliche Angabe der konventionellen Rolle
4. Wahrheit des Gesagten bedingt nicht die Wahrheit der Konversationsimplikatur. Träger der Konversationsimplikatur ist daher das Sagen, nicht das Gesagte.
5. hinter die Konversationsimplikatur zu kommen heißt hinter das zu kommen, was zur Annahme des Aufrechterhaltens des Kooperationsprinzips notwendig ist.
I 410
Konversationsimplikatur/Grice: wenn sie nicht getilgt ist, ist "wenn, dann" rein w-funktional - die Unterstellung nicht-wahrheits-funktionaler Gründe wird hier nicht durch die Bedeutung, sondern durch die Implikatur übermittelt - Bsp wenn die Regierung stürzt, wird es Aufruhr geben - Cohen: hier ist nichts stärker oder schwächer.

Gri I
H. Paul Grice
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Hg. Georg Meggle Frankfurt/M. 1993

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.04.2017