Philosophie Lexikon der Argumente

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Cresswell, M.J.
 
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Intensionale Objekte I 115
Def intensionales Objekt/Cresswell: ist ein Objekt, das in verschiedenen möglichen Welten ein verschiedenes Ding (verschiedene Dinge) ist. - Hintikka: besser: Spieltheorie als Lösung für Identität in intensionalen Kontexten - wobei der erste Spieler versucht, den Satz wahr zu machen, und der zweite, ihn falsch zu machen.
CresswellVsHintikka: die Beispielsätze sollte man besser so auffassen, dass sie normale Quantifikation beinhalten, allerdings über Entitäten höherer Ordnung, Bsp Klassen von Individuen.
I 120
Intensionale Objekte/Cresswell: a) in jeder möglichen Welt neu - b) immer aus der wirklichen Welt - CresswellVs: stattdessen mit Russell: Prädikat S: "ist das größte hölzerne Gebäude" - dann disambiguieren:
(13)(Ey)(x)((Sx ↔ x = y). Nfy) - ((s) Es gibt nur ein schönstes Gebäude und das ist notwendig hölzern).
(14) N(Ey)(x)((Sx ↔ x = y ) . fy).- ((s) Es gibt notwendig nur ein schönstes Gebäude und das ist hölzern).
Obwohl beide falsch sind, schlägt nur (14) fehl, weil die Eindeutigkeit von S nicht logisch garantiert ist - Lösung: folgendes ist statt (14) wahr:
(15) (E1x)(Xs . N((E1x)Sx > (Ey)(x)(( Sx ↔ x = y ) . fy)).
Pointe: die Werte dieser Variablen sind aber normale Dinge, nicht intensionale Objekte.
I 122 ff
intensionale Objekte/Cresswell: Problem: Bsp
(18) Es ist wahr in der anderen möglichen Welt, dass das größte hölzerne Gebäude der südlichen Hemisphäre hölzern in der anderen Welt ist -
(19) O(Ey)(x)((Sx ↔ x = y ) . Ofy).
(19) ist nicht äquivalent mit (20) (Ey)(x)((Sx ↔ x = y) . fy) - denn (19) ist falsch in w1, weil das Ding, das das größte hölzerne Gebäude in w2 ist, nicht hölzern ist in w1
(20) ist allerdings wahr, weil das größte hölzerne Gebäude in irgendeiner möglichen Welt natürlich in dieser ((s) selben) Welt hölzern ist).
Intensionales Objekt: nach dieser Sicht müssten wir die Kennzeichnung "das größte hölzerne Gebäude der südlichen Hemisphäre" als Name behandeln- dann müssen wir die Form von (18) betrachten als.
(21) OOfs.
(Bsp ein Zwei-Welten-Modell mit w1, w2 n dem
O: ist ein Aussagen-Funktor (propositional functor): "es ist wahr in der anderen Welt, dass".
Oa: hat dann folgende Wahrheitsbedingungen:
Oa ist wahr in w1 gdw. a wahr ist in w2
Oa ist wahr in w2 gdw. a wahr ist in w1.
Aber OOfs ist äquivalent mit fs, was für ein intensionales Objekt auch immer s zugeschrieben wird. - Daher kann die Bedeutung von (18), die durch (19) ausgedrückt wird, nicht durch (21) erfasst werden - komplexe Eigenschaft: "in der anderen Welt hölzern".

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.03.2017