Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Kennzeichnung: ein beschreibender Ausdruck, der einen Gegenstand herausgreift. Bsp Der Sieger von Austerlitz. Anders als Namen sind Kennzeichnungen nicht starr, d.h. sie können in verschiedenen Welten verschiedene Gegenstände bezeichnen. Es hätte jemand anderes als Napoleon der Sieger von Austerlitz sein können, es ist aber sinnlos zu fragen, ob Napoleon jemand anderes hätte sein können. Es gibt bestimmte und unbestimmte Kennzeichnungen. Siehe auch Starrheit, Namen, Mögliche Welten, Denotation.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Brandom, Robert
 
Bücher bei Amazon
Kennzeichnungen I 444
Unbestimmte Kennzeichnungen/Russell: sind keine singulären referierenden Termini - Lösung: quantifizierende Paraphrase - neu/Brandom: auch rein bezugnehmende Funktion möglich: sie können eine anaphorische Kette initiieren, die mit Pronomina oder bestimmten Kennzeichnungen fortgesetzt werden kann.
I 447/8
Kennzeichnung/Brandom: (indirekt bestimmte): als Pronomen auffassen, das eine Beschreibung des anaphorischen Vorgängers enthält - Bsp Computer: ein und derselbe Ausdruck kann Wert oder Anweisung (Adresse eines Werts) sein.
I 449
Pronomenbildender Operator: "bezieht sich auf" - Bsp der Mechaniker, den Hans mit "dieser Holzkopf" bezeichnet hatte, hat versagt.
I 451
anders: "... den er mit "dieser Holzkopf" beleidigt hatte...".

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

> Gegenargumente gegen Brandom



zurück zur Liste | > Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.03.2017