Philosophie Lexikon der Argumente

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Kennzeichnung: ein beschreibender Ausdruck, der einen Gegenstand herausgreift. Bsp Der Sieger von Austerlitz. Anders als Namen sind Kennzeichnungen nicht starr, d.h. sie können in verschiedenen Welten verschiedene Gegenstände bezeichnen. Es hätte jemand anderes als Napoleon der Sieger von Austerlitz sein können, es ist aber sinnlos zu fragen, ob Napoleon jemand anderes hätte sein können. Es gibt bestimmte und unbestimmte Kennzeichnungen. Siehe auch Starrheit, Namen, Mögliche Welten, Denotation.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Tugendhat, Ernst
 
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Kennzeichnungen I 348
Kennzeichnungen/Frege (auch Husserl): Kennzeichnungen sind fundamentaler als Namen - zum Herausfinden der Referenz von Namen. - MillVsFrege: Namen fundamentaler - VsMill: mysteriös: "dem Gegenstand selbst beigelegt". - Lösung/Mill: nicht dem Gegenstand, sondern der Vorstellung vom Gegenstand.
I 378
Frege: Namen sind Abkürzungen für Kennzeichnungen - > verkürzte Kennzeichnung.
I 396
Kennzeichnung/Eigenschaften/Identifikation/Tugendhat: zweifelhaft, ob Kennzeichnungen einen Gegenstand wirklich herausgreifen können. - "Originale" Eigenschaften: Bsp "der höchste Berg", "der zweithöchste Berg" usw. - Problem: es kann auch zwei genau gleich hohe Berge geben, an einer Stelle können sich mehrere oder gar kein so-und-so befinden.
Tugendhat: es muss noch etwas hinzukommen, Ostension, Name oder Ortsangabe - Bsp jemand der vor der höchsten Berg geführt wird, braucht nicht zu wissen, dass es der höchste ist. - ((s) "dieser Berg" ist keine Eigenschaft.)

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

> Gegenargumente gegen Tugendhat



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.03.2017