Philosophie Lexikon der Argumente

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Wittgenstein, Ludwig
 
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Meinen McDowell I 52
Wenn wir sagen, meinen, dass es sich so und so verhält, so halten wir mit dem, was wir meinen, nicht irgendwo vor der Tatsache: sondern meinen, dass das und das - so und so - ist.
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Nagel I 69/70
Das Meinen ist ein Vorgang, der diese Worte begleitet. Denn kein Vorgang könnte die Konsequenzen des Meinens haben.
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McGinn I 108
Meinen/Wittgenstein: Zettel § 16: der Irrtum ist zu sagen, das Meinen bestehe in etwas.
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Hintikka I 38/39
Meinen/Wissen/Wittgenstein: wenn man aber sagt: Wie soll ich wissen, was er meint, ich sehe doch nur seine Zeichen? so sage ich: Wie soll er wissen, was er meint, er hat ja auch nur seine Zeichen".
"Die Sprache kann man nur durch gesprochenes erklären darum kann man die Sprache nicht erklären." (Ms.108, 277f.)
I 266
Meinen/Kriterium/Wittgenstein/spät: Philosophische Untersuchungen § 146 und § 190: "Man kann nun sagen, wie eine Formel gemeint wird, bestimmt welche Übergänge zu machen sind. "Was ist das Kriterium dafür, wie eine Formel gemeint ist? Etwa die Art und Weise, wie wir sie ständig gebrauchen, wie uns gelehrt wurde, sie zu gebrauchen".
I 266/267
Es ist grundfalsch zu glauben, Wittgenstein bediente sich einer einzigen "kriteriologischen Beziehung", die die Verbindung herstellt zwischen der Bedeutung und dem "Kriterium" die durch das Wort wiedergegeben werden. Der Begriff des Kriteriums erleidet in der Spätphilosophie das gleiche Schicksal wie der Ausdruck "Kalkül" oder sogar der Begriff "Grammatik": er wird abhängig vom Sprachspiel.
II 212
Meinen/Wittgenstein: "hast du das was du gesagt hat, gemeint?" Oder: "was hast du gemeint?" Zwei verschiedene Verwendungen von "meinen".
Alle möglichen Dinge können die Behauptung rechtfertigen, dass man meint, was man sagt, doch keines dieser Dinge braucht ein geistiger Vorgang zu sein, der die Wörter begleitet.
II 317
Vorstellung/Absicht/Meinen/Wittgenstein: es ist eine Täuschung zu glauben, man erzeuge das Gemeinte im Geiste des anderen durch ein indirektes Verfahren: durch die Regel und die Beispiele.
III 220
Verstehen/Wittgenstein/spät/Flor: dafür ist nicht mehr notwendig, als ein Wort im gegebenen Situationen korrekt anwenden zu können. Kein mentaler Zustand (Geisteszustand) oder psychischer Prozess. (Das gleiche gilt für das Meinen).
IV 39
Abbildung/Darstellung/Ähnlichkeit/Bezeichnen/Meinen/Wahrheit/Negation/Umkehrung/Tractatus: 4.062 Kann man sich nicht mit falschen Sätzen, wie bisher mit wahren, verständigen?
Nein! Wenn wir mit "p" ~p meinen, und es sich so verhält, wie wir es meinen, so ist "p" in der neuen Auffassung wahr und nicht falsch.
4.0621 Dass aber die Zeichen "p" und "~p" das gleiche sagen können, ist wichtig, denn es zeigt, dass dem Zeichen "~" in der Wirklichkeit nichts entspricht.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.03.2017