Philosophie Lexikon der Argumente

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Chomsky, Noam
 
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Methode I 278
Methode/Theorie/Chomsky: Voraussetzung; wir müssen das, was die Person rezipiert, beschreiben können - das Perzept ist selbst ein Konstrukt erster Ordnung - seine Eigenschaften werden Experiment bestimmt - Grammatik: Konstrukt zweiter Ordnung - dazu muss man von den anderen Faktoren abstrahieren, die bei Gebrauch und Verstehen der Sprache beteiligt sind und sich auf internalisierte Kenntnis des Sprechers beziehen - VsBehaviorismus: schließt den Begriff dessen "was wahrgenommen wird" und "was man lernt" von vornherein aus.
I 297ff
Methode/Theorie: PutnamVsChomsky: bestimmte Mehrdeutigkeiten können erst durch Routine entdeckt werden, daher ist ihre postulierte Erklärung durch Chomskys Grammatik nicht so beeindruckend - ChomskyVsPutnam: das mißversteht er, in Wirklichkeit bezieht sich das auf Kompetenz und nicht auf Performanz - Routine spielt hier keine Rolle, sondern die inhärente Korrelation von Laut und Bedeutung.
I 303
Chomsky: meine universale Grammatik ist keine "Theorie des Spracherwerbs", sondern ein Element davon - meine These ist ein "Alles-auf-einmal-Vorschlag" und versucht nicht das Zusammenspiel zu erfassen zwischen dem vom Kind konstruierten tentativen Hypothesen und neuen, damit interpretierten Daten.
I 316
Methode/Theorie/Chomsky: "Assoziation", "Verstärkung", zufällige Mutation": verbergen unser Nichtwissen - (s) es kann auch etwas Unähnliches assoziiert werden.
I 321
Methode/Theorie/ChomskyVsQuine: sein Begriff der "Verstärkung" ist nahezu leer - wenn zum Lernen Verstärkung benötigt wird, läuft das darauf hinaus, dass Lernen nicht ohne Daten vonstatten gehen kann.
I 323
Sprachlernen/ChomskyVsQuine: erklärt er nicht: wenn nur Assoziation und Konditionierung, dann resultiert bloß eine endliche Sprache.
I 324
VsQuine: Begriff der Wahrscheinlichkeit eines Satzes ist leer: dass ich einen bestimmten deutschen Satz äußere, ist genauso unwahrscheinlich, wie ein bestimmter japanischer Satz von mir.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.04.2017