Philosophie Lexikon der Argumente

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McDowell, John
 
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Naturalismus I 18
Def "unverblümter Naturalismus"/McDowell: weigert sich, anzuerkennen, dass die Beziehungen, die den logischen Raum der Gründe konstituieren, nicht natürlich sind.
I 92
Def "unverblümter Naturalismus"/McDowell: bestreitet, dass die Spontaneität des Verstandes sui generis ist.
Der unverblümte Naturalismus zielt darauf ab, die begrifflichen Fähigkeiten in der Natur, vorgestellt als das Reich der Naturgesetze, anzusiedeln.
Aufhebung der Unterscheidung der Räume der Gründe und der Natur.
Das bedeutet, dass das, was natürlich ist, entzaubert wird.
(Entzauberung der Natur)..
I 102
Naturalismus/McDowell: eine andere Art Naturalismus als der unverblümte setzt die Natur mit dem Bereich der Naturgesetze gleich. Aber es ist eine andere Konzeption der Aktualisierung unserer Natur:
Wir müssen die Empfänglichkeit für die Bedeutung zurück in die Operationen unserer natürlichen Sinnesvermögen als solcher bringen.
Das heißt aber nicht, dass die Empfänglichkeit für Bedeutung naturalistisch (im Sinne der Naturgesetze) erfasst werden kann.
Das sieht so aus, als ob wir mit einem Fuß innerhalb und mit dem anderen außerhalb der Natur stehen müssten. das ist überhaupt kein Naturalismus.
Aber wir müssen uns nicht als zweigeteilt sehen, die Ausübung unserer Spontaneität gehört vielmehr zu unserer Weise, uns als Tiere zu verwirklichen.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.04.2017