Philosophie Lexikon der Argumente

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Lewis, David
 
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Newcombs Paradox V 300
Newcomb’s Paradox/Gefangenen-Dilemma/Lewis: These: die beiden sind identisch - es geht nicht um eine Vorhersage. - Neue Theorien haben Erfolg, wenn sie bereits beobachtete Phänomene "vorhersagen" (= erklären) - ob die den größeren Gewinn erhalte, ist kausal unabhängig von dem, was ich jetzt tue - daher sollte meine "Vorhersage" kausal unabhängig von meiner Entscheidung sein. - Lösung: die Vorhersage in die Vergangenheit verlegen - wichtig ist allein, ob eine Vorhersage hätte gemacht werden können - und dass es davon abhängig gemacht wird, ob ich die Million bekomme. - Pointe: niemand muss eine These über meine Glaubenseinstellung entwickeln - ob jemand die Million in den Kasten legt ist von einem Prozess abhängig, der nicht als Vorhersage meiner Wahl aufgefasst wird.
V 301
Newcombs Paradox/Gefangenen-Dilemma/GD/Lewis: Million nur, wenn ein gewisser Vorhersage-Prozess (vorher, während oder nach) der Wahl die Vorhersage rechtfertigt, dass ich nicht die Tausend nehme - Bsp eine Kopie (Replika) von mir. - Pointe: egal, ob jemand anderes eine Vorhersage macht darüber, wie ich meine Replika beobachte (auf sie reagiere?), ist die Entscheidung meiner Replika immer noch ein Vorhersageprozess in Bezug auf meinen Vorhersageprozess - V 303 selbst wenn der Zufall herrscht ist es rational, zu kooperieren.
V 303f
Newcombs Paradox/Gefangenen-Dilemma/Lewis: einige: es ist rational nicht zu kooperieren, wenn die Partner sich nur genug ähneln. - LewisVs: Sie sollten die Tausend nehmen - dann ob Sie die Million kriegen, ist unabhängig davon, was Sie tun. - Gefangenen-Dilemma/Lewis: es ist rational zu "ratten" kooperieren) denn man würde man vom anderen gerattet, egal was man selbst macht - (nichtkausal).
V 309
Newcombs Paradox/Lewis: Variante: Bsp nimm die Tausend und handle Dir damit die Möglichkeit einer Krankheit ein (nicht kausal)- und Du bist überzeugt, das letzteres außerhalb Deiner Kontrolle ist - dann gibt es keinen Grund, die Tausend nicht zu nehmen - obwohl es durch Deine Wahl einen Beleg für eine mögliche Krankheit gibt - und zwar einen Beleg dafür, dass ein früherer Zustand geherrscht hat, der sowohl den Tausend als auch der Krankheit dienlich ist. - Pointe: wenn der frühere Zustand besteht, gibt es nichts, was man heute dagegen tun kann.
V 312
Newcomb’s Paradox/Lewis: kann es nicht geben für jemand, der alles darüber weiß, wie die Dinge kausal von ihm abhängen.
V 309f
Nichtkausale Entscheidungstheorie/ET/Newcombs Paradox/LewisVs: begünstigt das Ablehnen des kleinen Guts als rational - obwohl diese spätere Wahl nichts bewirkt, um den früheren Zustand zu ändern, der das Übel begünstigt. - Newcombs Paradox: erfordert eine kausale Entscheidungstheorie - V 315 nicht-kausale Entscheidungstheorie: funktioniert nur, weil die Glaubenseinstellungen des Handelnden sie funktionieren lassen - ...+... Partition von Propositionen (Mengen von möglichen Welten), erwarteter Nutzen.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.04.2017