Philosophie Lexikon der Argumente

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Nagel, Thomas
 
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Objektivität I 9 ff
Objektivität/Nagel: These: Obwohl man unsere Objektivität in einzelnen Fällen sicher in Misskredit bringen kann, durch den Nachweis, dass ihre Quellen anderswo liegen (in Vorurteilen, Wünschen usw.) werden sich Interpretationen dieser auf eine bestimmte Perspektive abhebenden Art früher oder später erschöpfen.
Nagel: die Gültigkeit von Gedanken hängt nicht von ihrer Verwendungsweise ab! (> Gebrauchstheorie, Bedeutung/Gültigkeit: Bedeutung ist eben auch noch keine Gültigkeit.)
I 26
Objektivität/subjektiv/Nagel: das Bemühen, das Subjektive und Besondere bzw. das Relative an der eigenen Einstellung zu ermitteln, führt unweigerlich zum Objektiven und Allgemeinen.
I 60
Allerdings kann die Praxis der Gemeinschaft nicht von der Objektivität aus dem Felde geschlagen werden: die Sprache ändert sich.
Für den Inhalt des Denkens - im Gegensatz zur Bedeutung der Wörter.
Frank I 144
Objektivität/Nagel: eher eine Richtung, in die der Verstand schreiten kann - kein Endpunkt. - Objektiver Charakter eines Erlebnisses ist schwer verständlich. - Wieso sollen Erlebnisse überhaupt objektiven Charakter haben? - Für diese Frage kann das Gehirn ganz übergangen werden - ergibt es überhaupt Sinn zu fragen, wie meine Erlebnisse wirklich sind im Gegensatz dazu, wie sie mir erscheinen? - was immer von Physischem ausgesagt wird, muss objektiv sein.
Nagl III 99
Objektivität/Nagel: das objektive Bild der Welt muss unvollständig sein, weil es die subjektiven Standpunkte nicht gleichzeitig darstellen kann. -
III 124 O/Subjektivität/objektiv/subjektiv/Nagel: es bringt nichts, das objektive physikalische Bild um die Subjektivität anzureichern - denn es gibt da nichts, was ausgelassen worden wäre - ((s) physikalisch gesehen). - Nagel: dennoch ist das objektive Bild unvollständig. - Lösung: die Dinge existieren nicht nur auf eine Art - ein und dieselbe Welt kann nicht zugleich irreduzibel subjektive und irreduzibel objektive Züge haben - das eine muss sich auf das andere reduzieren lassen. - Das zu bestreiten hieße zu bestreiten, dass es eine einzige Welt gibt.
III 11
Objektivität/Nagel: ein Verfahren unseres Verstandes - primär objektiv/Terminologie: Überzeugungen und Erkenntnis - abgeleitet objektiv: Wahrheiten.
III 18
Objektivität: dabei geht es Allgemeinheit, nicht um Physikalisches.
III 12
Objektivität/Realität/Nagel: nicht alles Wirkliche lässt sich besser verstehen, je objektiver es betrachtet wird. Das führt zum Unterschied von Objektivität und Realität - physikalisches Weltbild: nicht von den Sinnen abhängig.
III 22
Objektivität/Objektivierung/Nagel: 1. Schritt: die Idee der Gesamtheit aller menschlichen Perspektiven zu begreifen. - Voraussetzung: die eigenen Erlebnisse als allgemein menschlich aufzufassen - keine externe Vorstellung, sondern der generische Begriff des Subjekts.
III 24
Bewusstsein: der Bewusstseinsbegriff kann aber nicht von jeglicher menschlicher Perspektive gelöst werden. - Uralter Fehler: Fremdpsychisches/fremde Erlebnisse als Teil der Außenwelt zu begreifen.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.03.2017