Philosophie Lexikon der Argumente

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Quine, Willard Van Orman
 
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Ontologie I 416
Existenz/Ontologie/Quine: zweifelhaft: "es gibt Begriffe, die..","einige dieser Propositionen..","es gibt etwas, das er bezweifelt...". - Sinnlos: von zwei verschiedenen Bedeutungen von "es gibt" für abstrakte und konkrete Gegenstände zu reden - aber einer einzigen Bedeutung von "Gegenstand".
I 416
Theorie: isolierte Systeme, Massenpunkt, infinitesimale Größe: Verhalten jeweils typischer, je näher man an Null kommt, daher akzeptabel - aber nicht in O. zugelassen - im Gegensatz zu geometrischen Gegenständen: Position von Massenpunkten hatte keinen Sinn. - Daher nicht individuierbar, keine Identität. > § 52
I 465f
Ontologie/Quine: am Ende überhaupt nur noch Wörter (Namen von Gegenständen). - Aber das Akzeptieren idealer Gegenstände ist keine sprachlich Konvention.
II 25
Ontologie, die nur aus Stoffen und Körpern bestünde wäre sehr vage - aber Präzision ist nur eine der Klassifikation.
II 28
Zahlen/Ontologie: Zahlen sind bloß eine "facon de parler". - Höhere Klassen sind nötig, um Zahlen zu ersetzen - sonst gibt es nur physikalische Gegenstände.
VII 15ff
Ontologie/Quine: der Satz "Sein heißt, Wert einer gebundenen Variablen zu sein" entscheidet nicht zwischen konkurrierenden Ontologien. - Wir betrachten die Variablen nicht, um herauszufinden, was es gibt. - Die Variable zeigt, was eine Aussage behauptet - Problem: ich kann nicht zugestehen, dass es Dinge geben soll, die der andere annimmt und ich nicht - Abweichungen in der O. involvieren solche im Begriffsschema - die oberen Verflechtungen der Begriffsschemata können von Kontrahenten geteilt werden und Diskussion über Sprache ermöglichen. - > semantischer Aufstieg -
VII 107
Ontologie/Übersetzung/Quine: für völlig fremde Sprachen können wir überhaupt keine ontologischen Festlegungen treffen
VII 132 Ontologie/Quine: einer Theorie kann sogar Entitäten umfassen, die in dieser Theorie undefinierbar sind.
XII 38
Sparsame Ontologie/Quine: Prädikate statt Eigenschaften - Sätze statt Propositionen.
XII 75ff
Pythagoreische Ontologie/Pythagoreismus/Quine: eine pythagoreische Ontologie besteht nur aus Gegenständen einer Art z.B. Zahlen oder Mengen oder Körper - könnte man mit Löwenheim erhalten - Quine: das sollte vermieden werden - Problem: nach Reduktion könnte noch ein unendlicher Bereich bleiben - einige Zahlen verlieren ihre Zahleigenschaft - aber wir wissen nicht, welche.
Lösung: ontologische Relativität: es ist sinnlos, absolut von der Ontologie einer Theorie zu sprechen - also auch, dass "alles Zahlen" seien. - Lösung: relativistische Theorie - so wie kein absoluter Ort oder absolute Geschwindigkeit". Problem: wir müssen für eine Reduktion eine Stellvertreterfunktion (SF) angeben, und das geht nicht mit dem Auswahlaxiom (der starken Form des Satzes von Löwenheim). - Eine Stellvertreterfunktion von überabzählbarem auf abzählbaren Bereich ist wegen der fehlenden Umkehrbarkeit nicht möglich.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

> Gegenargumente gegen Quine
> Gegenargumente zu Ontologie



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.03.2017