Philosophie Lexikon der Argumente

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Lewis, David
 
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Propositionen Frank I 17
Proposition/Lewis: die Menge von möglichen Welten (MöWe), in denen diese Proposition gilt - Def Eigenschaft/Lewis: die Menge der (aktuellen oder nicht-aktuellen) Wesen, denen diese Eigenschaft zukommt - Proposition/Lewis/Frank: nun lässt sich zwischen jeder Proposition und der Eigenschaft, eine Welt zu bewohnen, in der die Proposition gilt, eine Eins-zu-Eins-Entsprechung herstellen - sie erlaubt es, auf Propositionen als die Gegenstände der Einstellungen zu verzichten - es gibt nun aber Einstellungen, die sich nicht als E zu Propositionen analysieren lassen: in denen wir uns selbst in Raum und Zeit lokalisieren - Bsp Gedächtnisverlust: jemand stößt auf seine eigene Biographie und kann sich selbst dennoch nicht zuordnen. - ((s) weil Proposition = Menge von möglichen Welten, dann - Bsp "ich bin hier" in jeder möglichen Welt wahr - daher kein Wissen.) - Frank I 329 - Proposition: Menge von möglichen Welten, in denen sie wahr sind (extensional) - Vorteil: nicht-perspektivischer Zugang. - ((s) nicht jeder in seiner eigenen möglichen Welt.) - Frank I 355 Propositionen: haben nichts Intersubjektives an sich - daher Subjektivität der Bezugnahme der ersten Person problematisch.
Lewis IV 137
Proposition/Lewis: teilt die Bevölkerung in Bewohner von Welten, in denen sie gilt, und solche, in denen sie nicht gilt - durch Glauben rechnet man sich dann selbst einer zu und lokalisiert sich in einer Region des logischen Raums - wenn Quantifikation über mehrere mögliche Welten hinweg (querweltein) möglich ist, gibt es eine große Population über Welten und Zeiten hinweg.
IV 142
Bsp Heimson glaubt ich bin Hume /Perry/Lewis: Selbstzuschreibung einer Eigenschaft, keine leere Proposition Heimson ist Hume - alle Propositionen, die für Hume wahr sind, sind auch wahr für Heimson, weil beide in derselben Welt wohnen. - Lewis: also glaubt Heimson dasselbe wie Hume, indem er eine wahre Proposition glaubt - das Prädikat "glaubt, Hume zu sein" trifft auf beide zu.
IV 142
Heimson-Bsp VsPropositionen als Glaubensobjekte - sonst wäre "ich bin Hume" entweder beide Male wahr oder beide Male falsch - ((s) Unterschied Proposition/Aussage.) IV 145 Proposition: in einer geteilten Welt ist jede Propositionen entweder wahr oder falsch - daher sind individuelle Wunschobjekte eher Eigenschaften (die selbst zugeschrieben werden können) als Propositionen.
IV 146
Proposition: keine Proposition: Bsp "es gibt etwas, was ich jetzt wünsche und ich werde es auch noch wünschen wenn ich es habe, nur werde ich dann zufriedener sein" - keine Proposition, weil sie auf Zeitabschnitte vorher und nachher zutrifft - ein Zeitabschnitt von mir wird nicht glücklich sein in einer Welt zu leben, in der es irgendwann so weit ist. - Lösung: der Wunsch nach der Eigenschaft, zeitlich später lokalisiert zu sein - Lokalisierung im logischen Raum statt Proposition: Bsp der Kreuzfahrer will eine Region im logischen Raum ohne vermeidbares Unglück - das sind Eigenschaften.
V 160
Proposition: keine linguistische Entität - keine Sprache hat genug Sätze, um alle Propositionen auszudrücken - wahrheitsfunktionale Operationen mit Propositionen sind Boolesche Operationen über Mengen von möglichen Welten. - Inklusion, Überlappung usw.
ad Stechow 42
((s) > Sprache/unendlich/Lewis/(s): die Menge der Propositionen ist größer als die Menge der Sätze, weil Potenzmenge der möglichen Welten.)

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

> Gegenargumente gegen Lewis
> Gegenargumente zu Propositionen



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 01.05.2017