Philosophie Lexikon der Argumente

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Schiffer, Stephen
 
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Propositionen Graeser I 129
Proposition/Schiffer//SchifferVsProposition: sind keine sprachunabhängigen Inhalte von entsprechenden Einstellungen: sie könnten diese Funktion gar nicht wahrnehmen.
SchifferVsRepräsentation: die fraglichen Inhalte von Sätzen können auch keine Repräsentationen sein, z.B. in einer Sprache des Denkens. Überzeugung/Schiffer: Vs Überzeugung als Relation.
Meinen/SchifferVsDavidson: wenn es weder eine satzorientierte noch eine nicht-satzorientierte Analyse des Meinens geben kann, dann fällt auch die Möglichkeit der Auffassung von urteilshaften Einstellungen als Beziehungen in sich zusammen. - Graeser: damit verlieren wir den Boden unter den Füßen.
Schiffer I ~ XVII
SchifferVsProposition/spät: mussten Bsp Hundheit enthalten - IBS: (intentions-gestützte Semantik/Grice) verlangt aber, dass Propositionen neuronale Sätze sind - Problem: keine Wahrheitsbedingungen in Mentalesisch.
I 14
Proposition: haben ihre Wahrheitswerte (WW) wesentlich! - ((s) Weil sie nicht öffentlich sind, werden die Wahrheitswerte nicht in der Kommunikation zugeschrieben). - ((s) Aber sie sind auch nicht in Mentalesisch) - Sätze/Äußerungen: haben ihre Wahrheitswert kontingent. - (In öffentlicher Sprache oder in Mentalesisch) - Proposition: Inhalt selbst, nicht Repräsentation sondern wird repräsentiert.
I 49f
Proposition/Glaubensobjekt/Relationstheorie/SchifferVsProposition: verlangt immer Natürliche-Art-Begriffe - auch Substitution ist mit keiner propositionalen Theorie vereinbar - propositionale Theorie Sagt, das "p" eine echte Objektvariable ist - 2. Dass Propositionen ihre Werte sind - Proposition: abstrakt, nicht in Raum und Zeit - dennoch reale konkrete Komponenten - Bsp Kapitol in "Das Kapitol ist in NY" - aber nur, wenn feinkörnig (als Komplex aus Individuen und Eigenschaften) - sie sind objektiv und geist-unabhängig im Gegensatz zu Schmerzen und mentale Repräsentationen.
"Gedanke"/Frege: = Proposition - auch die Komponenten und Eigenschaften von Propositionen sind abstrakt und sprachunabhängig: Bsp die Weiße des Schnees. - Problem: VsProposition: ontologische Verpflichtung auf Platonismus.
I 51
SchifferVsProposition: sind überflüssig wie z.B. Tatsachen und Eigenschaften - Bsp Michele hat die Eigenschaft, lustig zu sein (bzw. Tatsache, dass lustig...) - Verdoppelung - feinkörnig: Komplexe, die Individuen als Komponenten und Eigenschaften als Struktur enthalten. - Bsp Situations-Semantik/Barwise/Perry, Lewis 1970a - (grobkörnig: Mengen von möglichen Welten). - Problem: aus Kompositionalität für Referenz folgt, dass die Proposition "Schnee ist weiß" notwendig wahr ist, wenn Schnee weiß ist - anders: als Mengen von möglichen Welten enthalten Propositionen ihre Referenten nicht als Komponenten.
I 52
Proposition: anders: wenn = Funktionen von möglichen Welten auf Wahrheitswerte, dann Referenten nicht als Komponenten - dann vielleicht partielle Funktionen, die eine möglichen Welten auf das Wahre abbildet, gdw. Schnee weiß ist. - Problem. unstrukturierte Propositionen (Funktionen) führen dazu, dass notwendig äquivalente Propositionen identisch sind - dann folgt das Problem der logischen Allwissenheit - Lösung: strukturierte (feinkörnige) Entitäten: enthalten Objekte, Eigenschaften, Operatoren, die sie bestimmen.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.03.2017