Philosophie Lexikon der Argumente

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Nagel, Thomas
 
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Realismus I 119
Die bloße Anerkennung einer Unterscheidung zwischen Erscheinung und Realität liefert keine Methode, die Realität zu entdecken.
I 130
Def Interner Realismus: unser anscheinend objektives Weltbild sollte so verstanden werden, als sei es im wesentlichen ein kreatives Erzeugnis unserer Sprache und unserer Standpunkte, wobei die Wahrheit unserer Überzeugungen als deren Fortleben im Rahmen einer idealen Entwicklung des betreffenden Standpunktes zu begreifen sei.
I 130
Def Wahrheit/Putnam: ist nicht weiter als "idealisierte rationale Akzeptierbarkeit".
Und sofern die "Akzeptierbarkeit" das gleiche bedeutet wie "Akzeptierbarkeit für uns" werde die logische Lücke zwischen dem Denken und der Welt verschwinden.
I 130 ff
NagelVsPutnam: Der interne Realismus scheitert an seinem eigenen Test der rationalen Akzeptierbarkeit. Was wir tatsächlich akzeptieren, ist eine Weltsicht, durch die unserer Wahrnehmungen bestätigt oder widerlegt werden. Selbst unsere Interpretation der Quantentheorie und die damit zusammenhängenden Beobachtungen wäre doch eine Ansicht über das Sosein der Welt, auch wenn ein Physiker sagt, sie könne nicht realistisch interpretiert werden.
Es wäre keine Ansicht, die zu recht mit Hilfe einer "internalistischen" Deutung eingeschränkt würde. Unser Standpunkt ist eine Menge von Überzeugungen, die das wirkliche Sosein betreffen, wobei zugestanden wird, dass wir vieles nicht wissen.
Das einzige Verfahren zur Feststellung der rationalen Akzeptierbarkeit ist das Nachdenken darüber, ob sie wahr ist.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.03.2017