Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Brandom, Robert
 
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Repräsentation I 155f
Kant-Hegel-Repräsentation: Erfahrung: folgernde Tätigkeit - Repräsentation > de re-Zuschreibung
I 900
Repräsentationale Gehalte/Brandom: sind durch und durch sprachlich, aber nicht rein sprachlich!
Die repräsentationale Dimension propositionaler Gehalte wird anhand des sozialperspektivischen Charakters der Kontoführung explizit.
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Rorty VI 179 ff
Repräsentation/Brandom/Rorty: Brandom möchte sie gegen Davidson retten, der sie mit dem Bade ausgeschüttet hat. Die repräsentationalistische semantische Theorie enthält eine unbestreitbare Einsicht: was auch immer propositional gehaltvoll ist, hat notwendigerweise eine solche repräsentationale Seite; nicht, was diesen Aspekt nicht hätte, wäre als Ausdruck einer Proposition erkennbar. BrandomVsDavidson.
Rorty: Damit meint er nicht, Wahrheit sei eine Eigenschaft, es geht in Wirklichkeit schon um Billigung, nicht um Beschreibung (Metaphysik).
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Brandom I 127
Repräsentation/Brandom: problematisch: kein Raum für Begriff des Irrtums: R. verlangen Richtigkeit - Aussagen Wahrheit - Repräsentation nicht ohne Praxis: rote Punkte, blaue Linien der Landkarte - VsDescartes: erklärt nicht, was es heißt, R zu verstehen, nämlich zu verstehen, wie wir für sie verantwortlich sind.
I 126
Repräsentation ist nicht Ausdruck.
I 130
VsDescartes: ihm geht es um die Richtigkeit der Repräsentation vor dem Verstehen.
I 145
BrandomVsRepräsentation: es ist unklar, wie man daraus zum Begriff des Verfügens über propositionalen Gehalt gelangen soll.
I 923
Repräsentation/SearleVsDavidson: Gehalt muss intrinsisch und vor Analyse verständlich sein - aber Repräsentation von Zeichen, Lauten usw. ist nicht intrinsisch, diese sind bloße Gegenstände der Natur. - Abgeleitete Intentionalität stammt von ursprünglicher Intentionalität des Geistes.
I 404f
Repräsentation/Brandom: aus Descartes dualistischem Weltbild von Repräsentation und Repräsentiertem - Vier Aspekte: 1. Repräsentationen brauchen außer "wahr" noch "bezieht sich auf" und "bezeichnet". - 2. Unterscheidung von intensionalen und extensionalen Kontexten - 3. Das "von" in de re-Kontexten: etwas gilt von Kant aber nicht von Hegel - 4.Sie brauchen Richtigkeit des Urteilens und Folgerns.
I 412~
BrandomVsRepräsentation: statt essen expressive Rolle.
I 482
Repräsentation/Brandom: eine Minderheit der Autoren (Davidson): zwischen propositional gehaltvollen intentionalen Zuständen und Tatsachen. - Mehrheit: aus dem pragmatischen Vorrang des Propositionalen folgt kein semantischer Vorrang - Repräsentation ist zunächst Repräsentation von Dingen, Relationen und Eigenschaften - Brandom: wenn das richtig ist, kann Zuweisung von Absicht und Erfolg nicht auf der Ebene des propositionalen Gehalts erläutert werden.
I 719
Repräsentation/Brandom: McCarthy-Bsp: propositionaler Gehalt als Wahrheitsbedingungen ist abhängig von den Tatsachen bezüglich der Gegenstände, die sie repräsentieren - Repräsentation in diesem Sinn ist grundlegend für Intentionalität. ((s) McCarthy-Bsp: McCarthy glaubt, dass der erste Satz des Kommunistischen Manifests wahr ist...("Ein Gespenst geht um in Europa...").)
I 719f
Repräsentation/Brandom: a) vorbegrifflich: setzt kein Erfassen der spezifischen Gehalte voraus - Bsp sich an einer Karte orientieren. Das ist auch nichtsprachlich möglich. Bsp Eine Wolke als Zeichen für Regen deuten - b) Im Rahmen einer diskursiven Praxis: Bsp aus Symbolen folgern, dass sich zwischen zwei Städten ein Fluss befindet.
I 722
Behauptungen und Überzeugungen, die propositional gehaltvoll sind, sind notwendigerweise repräsentational gehaltvoll, weil ihre inferentielle Gliederung wesentlich eine soziale ist.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

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> Gegenargumente zu Repräsentation



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.03.2017