Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Field, Hartry
 
Bücher bei Amazon
Repräsentation II 55
Repräsentation/Field: wenn sie nur auf öffentliche Sprache bezogen, warum dann intern? - Lösung: Unterscheidung Typ/Token - Frage: warum dann auf öffentliche Sprache bezogen: weil man nur in Bezug auf Typen von Tokens sprechen kann.
II 58
R: ihre Syntax kann ohne Rücksicht auf die Bedeutungen bestimmt werden - wenn wir Gesetze für Körperbewegungen aus Wünschen usw. haben (enge psychologische Theorie).
II 58
Semantik/R: Wahrheit können wir überflüssig machen: wenn wir 1. Gesetze von Überzeugungen (Ü) aus Reizen - 2. Gesetze für Körperbewegungen aus Ü und Wünschen haben - das wäre die "enge psychologische Theorie": dann brauchen wir keine Bedeutungen in R anzunehmen. - II 59 wenn aber R wahr sein sollen, müssen sie mit Bedeutungen korreliert sein. - II 60 R ohne Bedeutung: Bsp für alle Sätze S1 und S2 in einem System: wenn eine Person glaubt [S1 > S2] und wünscht S2, dann wünscht sie auch S1. - Field: Bedeutungen deshalb nicht, weil die geglaubten Sätze alle auch falsch sein können! - Bsp RI: der Eingeborene hebt sein Gewehr: ein Grund anzunehmen, daß er glaubt, daß ein Kaninchen in der Nähe ist - (auch wenn er sich täuscht). -
II 61
R/Semantik/ Psychologie: für ihre psychologischen Erklärungen brauchen wir gar nicht die semantischen Begriffe wie "wahr" und "referiert auf", die normalerweise Sätze in Beziehung zur Welt setzen - Glauben/Wahrheit: nichts zwingt mich, von einer Person anzunehmen, daß sie Glauben hat, die wahr von Kaninchen sind. - ((s) Es reicht ja, wenn er sein Gewehr hebt.) - Wahrheit: (von inneren Repräsentationen) brauchen wir nur, wenn wir annehmen, daß sie verläßliche Indikatoren über die Welt sind. - Bsp ein Kind benimmt sich schuldbewußt - Bsp wenn ein Mathematiker eine Theorie glaubt, ist das ein Grund für mich, sie auch zu glauben. (> Verläßlichkeit).
II 66
Sprache/Repräsentation/Schiffer: früh: (1972): Satzbedeutung ist allein durch Begriffe des Glaubens und Wünschens erklärbar - Bsp um die Bedeutung von "Cäsar war egoistisch" zu kennen, muß man wissen, daß der Satz konventionell mit dem Glauben korreliert ist, daß Cäsar egoistisch war. - Alles geht über innere R und diese können ohne weiteren Bezug auf Sprache erklärt werden. - FieldVsSchiffer: die Symbole in meinem Repräsentationssystem haben ihre Rolle durch Aneignung z.B. eines Namens in der öffentlichen Sprache erworben. - Tiere/Field: obwohl sie wahrscheinlich Repräsentationen haben, können Bedeutungen und damit auch Wahrheit, nicht auf sie angewendet werden.
II 69
Repräsentation/Field: könnte man auch als weder sprachlich noch piktoral annehmen: Bsp "Glühbirnenmodell" - das wäre uninterpretiert und könnte Verhalten nicht erklären.
II 77f
R: repräsentationale Begriffe können Eigenschaften ersetzen - Die meiste Psychologie kommt ohne sie aus. - Vorteile? - Intentionale Begriffe sind projektiv - Bsp "Er hob sein Gewehr..." - die Wahrheitsbedingungen (WB) spielen dann keine Rolle! - Der Vorteil von Repräsentationen liegt in der Verbindung von Erklärung und Voraussage.
II 94
R/StalnakerVsField: die grundlegende Relation besteht zwischen Wörtern statt zwischen Sätzen oder "Morphemen" (der Gedankensprache). Auch nicht zwischen ganzen Zuständen. - Field: das könnte stimmen. II 154 R/Wahrheitsbedingungen/Übersetzung: man kann R ohne Übersetzung und ohne Wahrheitsbedingungen annehmen: Lösung: man nimmt Reaktionen auf seinen Glauben an und einen entsprechenden Schwellenwert für seine Reaktion - verrückte Fälle: Bsp die Person glaubt, daß etwas ganz anderes repräsentiert ist. - Lösung: die Rolle kann gar nicht genau spezifiziert werden, aber der objektive Kern ist, daß es überhaupt eine Rolle gibt. - Erklärung 2. Klasse: "hinreichende Ähnlichkeit zu unseren eigenen R" Bsp "Chruschtschow blinzelte" als Erklärung für Kennedys Handeln. - Problem: unsere eigenen R sind nicht objektiv. - Deflationismus: für ihn ist das kein Problem - Wahrheitsbedingungen: brauchen wir nur, wenn wir nicht wissen, wie die Details der Erklärung sind.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

> Gegenargumente gegen Field
> Gegenargumente zu Repräsentation



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.04.2017