Philosophie Lexikon der Argumente

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Überzeugungen, Philosophie: Eine Überzeugung ist eine meist in einem Satz formulierbare Einstellung einer denkenden Person, wobei die Person in der Lage sein muss, den Satz in eine Menge von weiteren Sätzen zu integrieren. Eine weitere Bedingung ist, dass die Trägerin von Überzeugungen in der Lage ist, die entsprechenden Sätze umzuformulieren und zu negieren, also ihren Sinn zu erfassen. Siehe auch Privatsprache, Bedeutungen, Glauben, Bedeutungsholismus, Sinn, Religiöser Glaube.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Norvig I 450
Überzeugungen/Agenten/KI-Forschung/Norvig/Russell: [Zuerst] haben [Agenten] Überzeugungen und können neue Überzeugungen ableiten. Doch keiner von ihnen hat irgendein Wissen über Überzeugungen oder über Schlussfolgerungen. Was wir brauchen, ist ein Modell der mentalen Objekte, die sich im Kopf von jemandem befinden (oder die Wissensbasis von etwas) und der mentalen Prozesse, die diese mentalen Objekte manipulieren. >Ontologie/KI-Forschung, >Gedankenobjekte/Philosophische Theorien, >Propositionale Einstellungen/Philosophische Theorien, >Modallogik.
Norvig I 451
Modallogik/KI-Forschung/Russell/Norvig: Problem: Lois glaubt, dass Superman fliegen kann, aber sie glaubt nicht, dass Clark Kent fliegen kann.
Lösung: Die Modallogik kann spezielle modale Operatoren für Überzeugungen verwenden. Dies führt zur Einführung möglicher Welten. >Mögliche Welten/Philosophische Theorien, >Zugänglichkeitsrelation/Philosophische Theorien, >Barcan-Formel/Philosophische Theorien.
Norvig I 453
Wissen/Agenten: Wenn wir einen modalen Operator für Wissen haben, können wir Axiome dafür schreiben. Zuerst können wir sagen, dass Agenten in der Lage sind, Schlussfolgerungen zu ziehen; wenn ein Agent P kennt und weiß, dass P Q impliziert, dann kennt der Agent Q. Darüber hinaus sollten logische Agenten in der Lage sein, sich auf ihr eigenes Wissen zu besinnen. Wenn sie etwas wissen, dann wissen sie, dass sie es wissen.
Allwissenheit: Ein Problem mit dem modalen Logikansatz ist, dass er von den Agenten logische Allwissenheit annimmt. Das heißt, wenn ein Agent eine Reihe von Axiomen kennt, dann kennt er alle Konsequenzen dieser Axiome. Dies steht auch für den etwas abstrakten Begriff des Wissens auf unsicherem Fundament, aber es scheint noch schlimmer für Überzeugungen, denn Überzeugung hat mehr Konnotation, sich auf Dinge zu beziehen, die im Agenten physisch repräsentiert und nicht nur potentiell ableitbar sind. >Allwissenheit/Philosophische Theorien.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
KI-Forschung

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010

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