Philosophie Lexikon der Argumente

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Universum, Logik, Philosophie: Das Universum enthält alle Objekte, auf die eine Theorie, ein Modell oder ein Diskurs Bezug nimmt. Siehe auch Diskursuniversum, Außen/innen, Selbstbezüglichkeit, Paradoxien, Bereiche, Reichweite, Totalität, Ganzes, Stufen, Beschreibungsebenen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Norvig I 545
Offenes Universum/Wahrscheinlichkeiten/Umwelt/KI-Forschung/Norvig/Russell: (...) ein großer Teil der menschlichen Kognition erfordert es scheinbar zu erlernen, welche Objekte existieren sowie die Fähigkeit, Beobachtungen - die fast nie mit eindeutigen IDs versehen sind - mit hypothetischen Objekten in der Welt zu verbinden. Aus diesen Gründen müssen wir in der Lage sein, sogenannte open-universe probability models bzw. OUPMs zu schreiben, die auf der Standardsemantik der Logik erster Ordnung basieren (...).
Eine Sprache für OUPMs bietet eine Möglichkeit, solche Modelle einfach zu schreiben und gleichzeitig eine einzigartige, konsistente Wahrscheinlichkeitsverteilung über den unendlichen Raum möglicher Welten zu gewährleisten. (>Bayessche Netze/Norvig).
Die Grundidee besteht darin, zu verstehen, wie gewöhnliche Bayessche Netzwerke und RPMs ((s) Relationale Wahrscheinlichkeitsmodelle; >Bayessche Netze/Norvig) es schaffen, ein einzigartiges Wahrscheinlichkeitsmodell zu definieren und diese Erkenntnisse auf das Setting erster Ordnung zu übertragen. Im Wesentlichen erzeugt ein Bayes-Netz jede mögliche Welt, Ereignis für Ereignis, in der durch die Netzwerkstruktur definierten topologischen Reihenfolge, wobei jedes Ereignis eine Zuordnung eines Wertes zu einer Variablen ist. Ein RPM erweitert dies auf ganze Sets von Ereignissen, die durch die möglichen Instanziierungen der logischen Variablen in einem gegebenen Prädikat oder einer gegebenen Funktion definiert sind. OUPMs gehen weiter, indem sie generative Schritte erlauben, die Objekte in die mögliche, sich im Aufbau befindende Welt aufnehmen, wobei die Anzahl und Art der Objekte von den Objekten abhängen kann, die sich bereits in dieser Welt befinden. Das heißt, das erzeugte Ereignis ist nicht die Zuweisung eines Wertes an eine Variable, sondern die Existenz von Objekten. Eine Möglichkeit, dies in OUPMs zu tun, besteht darin, Statements hinzuzufügen, die bedingte Verteilungen über die Anzahl der Objekte verschiedener Art definieren.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
KI-Forschung

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010

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