Philosophie Lexikon der Argumente

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Pauen, Michael
 
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Rylesche Vorfahren V 91
Sellars/Pauen: These: unser scheinbar unmittelbares Erleben mentaler Zustände ist das Produkt theoretischer Verallgemeinerungen. - Frage: wie konnte eine solche Theorie entstehen, wenn man die (alltagspsychologisch postulierten) mentalen Zustände nicht aus eigener Erfahrung kennt?
Lösung: Rylesche Vorfahren:
1. Schritt: Sprache und Vorstellungen beziehen sich ausschließlich auf Verhaltensdispositionen und verbale Äußerungen.
2. Schritt: Zuschreibung von inneren Zustände, also "Gedanken".
V 91
Rylesche Vorfahren/Sellars/Pauen: These: wir kennen unsere mentalen Zustände gar nicht aus eigener Erfahren.
Lösung: 1. Sprache und Vorstellungen beziehen sich nur auf Verhalten
2. Danach Zuschreibung von "Gedanken".
Man kennt mentale Zustände (Bsp Gedanken) gar nicht aus der Erste-Person-Perspektive! - Wir haben keinen direkten Zugang zu unsere inneren Zuständen - nur vermittelt durch die Alltagspsychologie.
V 105
VsSellars/VsRylesche Vorfahren/Pauen: unplausibel, wie man jemals auf die Idee gekommen sein sollte, das Verhalten mit der Zuschreibung mentaler Zustände zu erklären, wenn man sie nicht vorher aus eigener Erfahrung gekannt hätte.
V 106
Sellars lässt außer acht, dass eine Erklärung auch ohne solche Zuschreibungen denkbar ist.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.03.2017