Philosophie Lexikon der Argumente

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Terminologien: Hier werden Besonderheiten des Sprachgebrauchs der einzelnen Autoren erklärt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Uribe I 4
Terminologien/Uribe: Def Fisher-Effekt/Uribe: Eine Vielzahl empirischer und theoretischer Studien argumentieren, dass eine vorübergehende positive Störung des Nominalzinses einen vorübergehenden Anstieg des Realzinses verursacht, was wiederum die Gesamtnachfrage und die Inflation (...) herunter drückt (siehe zum Beispiel
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Christiano, Eichenbaum und Evans, 2005)(1). Ebenso ist eine Eigenschaft praktisch aller modernen geldwirtschaftlich untersuchten Modelle, dass ein vorübergehender Anstieg des Nominalzinses langfristig keinen Einfluss auf die Inflation hat. Im Gegensatz dazu, wenn der Anstieg des Nominalzinses dauerhaft ist, muss die Inflation früher oder später um etwa das gleiche Ausmaß steigen, wenn der Realzins, gegeben durch die Differenz zwischen dem Nominalzins und der erwarteten Inflation, nicht langfristig durch nominale Faktoren bestimmt wird (...). Diese eins-zu-eins langfristige Beziehung zwischen Nominalzinsen und Inflation wird als Fisher-Effekt bezeichnet.
Def Neo-Fisher Effekt/Uribe: Der Neo-Fisher-Effekt besagt, dass ein permanenter Anstieg des Nominalzinses nicht nur langfristig, sondern auch kurzfristig zu einem Anstieg der Inflation führt.
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Der Fisher-Effekt liefert jedoch keine Prognose, wann die Inflation wahrscheinlich
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den dauerhaften Anstieg des Nominalzinses einholen wird. Sie besagt nur, dass sie dies schließlich tun muss.
Empirisches Modell: Das empirische Modell zielt darauf ab, die Dynamik von drei makroökonomischen Indikatoren zu erfassen (...).
1. Der Logarithmus der realen pro Kopf-Leistung: yt
2. Die Inflationsrate: πt, ausgedrückt in Prozent pro Jahr.
3. Der Nominalzins: it, ausgedrückt in Prozent pro Jahr.
[Uribe] geht davon aus, dass yt, πt, und it von vier exogenen Schocks angetrieben werden: einem nicht stationären (oder permanenten) monetären Schock (X m/t), einem stationären (oder vorübergehenden) monetären Schock (z m/t), einem nicht stationären nicht monetären Schock (X n/t) und einem stationären nicht monetären Schock (z n/t).
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[Uribe] schätz[t] das empirische Modell auf Grundlage von vierteljährlichen US-Daten aus dem Zeitraum 1954: Q3 bis 2018: Q2. Der Proxy für yt ist der Logarithmus des realen BIP, saisonbereinigt in Chained Dollars von 2012 abzüglich des Logarithmus der zivilen nicht-institutionellen Bevölkerung ab 16 Jahren. Der Proxy für πt ist die Wachstumsrate des impliziten BIP-Deflators, ausgedrückt in Prozent pro Jahr. Der implizite BIP-Deflator wiederum wird als das Verhältnis von BIP in laufenden Dollar und realem BIP, beide saisonbereinigt, berechnet. Der Proxy dafür ist der monatliche Effektivzinssatz der Federal Funds, der durch Mittelung in Quartalsfrequenz umgerechnet und in Prozent pro Jahr ausgedrückt wird.
>Neo-Fischer-Effekt/Uribe.


1. Christiano, Lawrence J., Martin Eichenbaum, and Charles L. Evans, “Nominal Rigidities and the Dynamic Effects of a Shock to Monetary Policy,” Journal of Political Economy 113, 2005, 1-45.


Martín Uribe (2019): The Neo-Fisher Effect: Econometric Evidence from Empirical and Optimizing Models. In: NBER Working Paper No. 25089.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Uribe I
Martin Uribe
The Neo-Fisher Effect: Econometric Evidence from Empirical and Optimizing Models. NBER Working Paper No. 25089 2019

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