Philosophie Lexikon der Argumente

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Brandom, Robert
 
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Singuläre Termini I 407
Singulärer Term/Prädikat/subsententiale Ausdrücke/Brandom: dabei geht es um objektive Bezugnahme (Referenz), nicht um geglaubte Eigenschaften - es geht um nicht-propositionale, begriffliche Gehalte.
I 527ff
Singuläre Termini-Substitutionsinferenzen sind immer symmetrisch: Äquivalenzklassen
Prädikat-Substitutionsinferenz können asymmetrisch sein: Familien. (reflexiv, transitiv)
I 512f
Singulärer Term/Frege: der Begriff Einzelding kann nicht unabhängig vom Begriff sing Term erklärt werden - Brandom: es ist nicht klar, was sT sind, das ist nicht durch erfolgreichen Bezug zu erklären. - Quine: sT beinhaltet Bezug, Irrtum möglich - Brandom: nicht jeder als sing Term zu erkennen: Bsp "Wurzel 2", "natürlicher Trabant der Erde" : können mehrere sein - Problem: wenn Allwissenheit des Sprechers erforderlich sein soll. - I 517 Weil Sätze grundlegend sind, ist nicht klar, warum es überhaupt subsententiale Ausdrücke geben sollte. - Sie können nicht in gleicher Hinsicht einen semantischen Gehalt haben wie Sätze. - Subsententiale Ausdrücke zur Bildung der potentiell unendlich vielen Sätze notwendig.
I 528
sing Term/Brandom: seine Einführung braucht nicht nur Anwendungskriterien sondern auch Identitätskriterien (für Substituierbarkeit).
I 533
Singuläre Termini/Brandom: sind jene Ausdrücke die die doppelte syntaktische und semantische substitutionale Rolle spielen: 1.SIS: substitutions-inferentielle Signifikanz - 2. SSR: substitutions-strukturelle Rolle.
I 533
Def sing Term/Brandom: ein Ausdruck der substituiert wird und dessen Vorkommen symmetrisch inferentiell signifikant ist - Substituierbares (sing Term): symmetrisch - Substitutionsrahmen (Prädikate) asymmetrisch - I 535 Umkehrung: von Substitutionen sind nicht immer richtig: die Konklusionen sind häufig inferentiell schwächer als die Prämissen - aus etwas ist ein Hund folgt, es ist ein Säugetier, aber nicht umgekehrt. - Singuläre Termini: diese gibt es, weil expressive Kraft der Sprache verloren ginge, wenn sie asymmetrisch sein dürften. - ((s) Bsp Wenn Substitution zur Schwächung der Bestimmung des Gegenstands führte.)
I 546
sing Term/Brandom: Rahmen können als abgeleitete sing Term aufgefasst werden: Bsp "der Vater von a" - dann kann in sie hineinsubstituiert werden (FregeVs). - Brandom: sie sind dann immer noch substituierbar und daher unterscheiden sie sich von Sätzen. - I 548 Es gibt zwar Ausnahmen bei den sing Term, die sich anders verhalten, aber es kann sie nur geben, weil es normale sing Term gibt - I 561 Singuläre Termini spielen sowohl die syntaktische als auch die semantische substitutionale Rolle.
I 569
sing Term/Prädikat/Brandom: sind in allen Sprachen mit Konditionalen unverzichtbar - warum braucht man Gegenstände: aus demselben Grund wie sing Term: man braucht etwas, das bedeutet, was Konditionale bedeuten.
II 162
Singuläre Termini/Brandom: 1. Beziehen - 2. Bezeichnen - 3. Benennen.
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Newen/Schrenk I 165
sing Term/Brandom: Problem: da er Referenz nicht als Grundbegriff hat, schafft er 1. Äquivalenzklassen von syntaktisch gleichartigen Termen (Substituierbarkeit) - 2. Inferentielle Rolle: hilft, die grammatischen Einheiten zu isolieren und ihre Rolle als Subjekt, Prädikat usw. zu identifizieren - Subjektterm/sing Term: hier sind die Folgerungen symmetrisch und reversibel - Bsp Franklin/Postmeister -Prädikat: hier ist die Umkehrung nicht symmetrisch - Bsp geht spazieren/bewegt sich - gleichzeitig transzendentales Argument für die Aufgeteiltheit der Welt - (Vorläufer: Strawson).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.04.2017