Philosophie Lexikon der Argumente

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Austin, J.L.
 
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Skeptizismus Stroud I 41
AustinVsSkeptizismus: Descartes habe bloß eine Umdefinition von "Wissen" vorgenommen. - Bsp jemand behauptet, es gäbe keine Ärzte in New York - wobei er eine Umdefinition von "Arzt" vornimmt: es sei jemand, der einen in 2 Minuten kurieren könnte. - StroudVsAustin: Descartes geht tiefer. MancheVsDescartes: Wissen erfordert nicht das, was Descartes behauptet: nicht zu träumen und das zu wissen. - Wissen/Stroud: wenn VsDescartes recht hat, dann müsste Wissen a) nicht geschlossen unter logischer Konsequenz sein oder b) nicht alle logischen Konsequenzen unseres Wissens durchdringen. (StroudVsVs)
Stroud I 45
AustinVsSkeptizismus: "genug ist genug": es muss nicht immer alles bewiesen werden, um Wissen beanspruchen zu können. - Der Skeptiker behauptet nur einen Mangel an Information. - StroudVsAustin - Austin: ein "wirklicher" Goldfink ist nicht mehr als ein Goldfink. - Stroud: es wäre absurd, philosophisch gegen unser gewöhnliches Wissen zu argumentieren, aber das trifft auf Descartes nicht zu. - Traum/Austin: es gibt anerkannte Prozeduren, um ihn von Wachsein zu unterschieden - sonst könnten wir die Wörter nicht gebrauchen. Stroud I 47
Austin: es ist qualitativ unterscheidbar, ob man dem Pabst vorgestellt wird, oder das nur träumt.
Stroud I 48
Starke These/Skeptizismus/Terminologie/Descartes: wir können nicht wissen, ob wir nicht träumen. - Austin Kernthese: das Infragestellen des Wissens ist im Alltag praktisch nie zugelassen (ob wir nicht träumen) - es muss bestimmte Gründe geben. - Austin These: man kann nicht alle immer täuschen. - Dann schwächere These/Austin: es muss einen Grund geben, zu zweifeln, dass wir wach sind. - stärker: wir müssen es immer bezweifeln.
I 57
Austin: was gilt als unangemessen? - > Unterscheidung Wahrheit/Behauptbarkeit (wegen der unterschiedlichen Bedingungen).
Stroud I 64/65
Skeptizismus/Descartes/Stroud: (tiefer als der von Austin bestrittene) - kann weder im Alltag noch in der Wissenschaft angenommen werden. - Betonung von Theorie und Praxis. - Stroud: Standards der Rechtfertigung variieren von Fall zu Fall. - Beim Sprechakt gibt es keine allgemeine Anweisung, was wir berücksichtigen müssen.
Stroud I 74
Def "paradigm-case argument"/Wissen/Wahrheit/Oxford/Terminologie/Austin/Stroud: Mitte der 50er dachte man, der Skeptiker müsste zu dem Schluss kommen, dass in bestimmten Situationen sowohl S als auch nicht-S zutrifft. - StroudVsAustin: um den Begriff von "Wissen" in Frage zu stellen müssen wir fragen, wie und warum er angewendet wurde. - Flugzeug-Bsp "Er weiß es nicht" ist auf jeden Fall korrekt bevor das Flugzeug am Boden ist). - Aber das ist nicht die Unterscheidung zwischen Wissen und Nichtwissen. - Daher können wir aus unserem Sprachgebrauch keine skeptische Konklusion ziehen.

> Gegenargumente gegen Austin
> Gegenargumente zu Skeptizismus



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.02.2017