Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
McGinn, Colin
 
Bücher bei Amazon
Sprache I 186
Sprache: aus unserer Fähigkeit, die Muttersprache äußerst schnell zu lernen, folgt keineswegs, dass wir auch nur annähernd die Prinzipien dieser Lernfähigkeit verstehen.
Grund: wie in anderen Bereichen auch, ist die Sprachfähigkeit wahrscheinlich modular aufgebaut. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass unsere Denkfähigkeit die Wirkungsweise dieser Module zu durchschauen vermag. I 187
Es gibt keinen Grund zu glauben, dass wir überhaupt eine Erkenntnisfähigkeit zweiter Stufe besitzen, die die Leistungen erster Stufe begreifen.
I 232
Gene/McGinn: müssen eine Kennzeichnung der menschlichen Grammatik enthalten, um so ein angeborenes Sprachvermögen zu erzeugen. (> Chomsky).
Ob die Linguistik diese genetischen Angaben eines Tages lesen könnte, hängt davon ab, ob die Vernunft imstande ist, eine Darstellung dessen zu geben, was die Gene ohnehin schon repräsentieren, und das ist nicht notwendig wahr.
Es könnte sein, dass die grammatische Verschlüsselung nicht de dicto, sondern nur de re erfolgt.
Wahrscheinlich aber de dicto, wenn die physische Realisierung derselben grammatischen Eigenschaften in verschiedenen Organismen unterschiedlich ausfallen kann.
II 53
McGinn pro Chomsky: pro angeborene Sprachmodule.
II 71
Unsere Sprache ist nutzlos, wenn es darum geht, die Welt zu sehen, wie sie ist, so wie das Auge nicht sprechen kann. Bsp Funktionsanalyse: was die Niere als Filtersystem wirksam macht, lässt sie gleichzeitig als Pumpsystem ineffizient werden.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

> Gegenargumente gegen McGinn
> Gegenargumente zu Sprache



zurück zur Liste | > Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.03.2017