Philosophie Lexikon der Argumente

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Kripke, Saul Aaron
 
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Substitutionale Quantifikation EMD II 325ff
Substitutionelle (substitutionale) Quantifikation/sQ/Kripke: ontologisch neutral, vielleicht rein linguistisch - Wahrheit und Erfüllung sind hier definiert - Gegensatz: referentielle Quantifikation/rQ - bezieht sich auf Objekte (Welt) - rQ: keine Erfüllung, nur Wahrheit - Wallace/Tharp: These: es gibt keinen Unterschied zwischen substitutionaler Quantifikation und referentieller Quantifikation - KripkeVsWallace/VsTharp.
EMD II 330
sQ: Formeln: die keine Sätze sind, erhalten hier keine semantische Interpretation, sie haben nur eine Hilfsfunktion - referentielle Quantifikation: hier definieren solche Formeln Relationen und werden von Sequenzen "erfüllt".
II 367
Form/Kripke: muss Satz beinhalten - wohlgeformt/wff/Kripke: Problem: T(a) ↔ x wird nicht-wohlgeformt wenn x durch Symbolketten ersetzt wird, die keine Sätze sind und daher keine Form ist.
Substitutionale Quantifikation/(s): braucht eine Substitutionsklasse: eine Menge wahrer Sätze der erweiterten Sprache aus der Menge der wahren Sätze der Ausgangssprache (diese muss eindeutig sein, d.h. die einzige solche Menge) - referentielle Quantifikation: braucht das nicht.
EMD II 332
Substitutionsklasse/SK/Kripke: darf keine bestimmten Kennzeichnungen enthalten.
II 349
Substitutionale Quantifikation/Kripke: interpretiert Formeln gar nicht. - Es gibt aber Erfüllung, wenn es eine Denotationsrelation gibt - aber nur bei Transparenz.
EMD II 352
Substitutionale Quantifikation/Kripke: Bsp Cicero/Tullius: dramatischer Unterschied: (Sx1)((Sx2)(x1 = x2 ∧ f(x1) ∧ ~f(x2)) wahr (nicht interpretiert), aber dasselbe mit (Ex1)(Ex2)...falsch (Standard-Q.). - Wenn Opazität aus der Metasprache eliminiert werden soll, dann müssen ihre referentiellen Variablen auch über Denotate von Ausdrücken ((s) Gegenstände) gehen, nicht nur über Ausdrücke. - Dann ist (substitutionale) Quantifikation in opake Kontexte möglich.
EMD II 352
Substitutionale Quantifikation/Quantifikation in opake Kontexte/Kripke: Bsp R(a): kann dann explizit definiert werden, wenn es in der Metasprache geeignete Prädikate gibt: R(a) gilt nur, wenn entweder a) a eine Formel der Form P(t) ist (Pseudoprädikat: "wurde sogenannt wegen seiner Größe") und d(t) benannt wird durch den Term t wegen der Größe von d(t), oder b) a ist eine Formel der Form Q(t) und d(t) ist fett. - Damit ist R(a) als primitive Notation eliminiert und die Metasprache enthält nur referentielle Quantifikation, ohne Opazität - Metasprache: müsste dafür aber erweitert werden: sodass die referentielle Variablen nicht nur über Ausdrücke allein, sondern auch über die Denotate dieser Ausdrücke gehen.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.04.2017