Philosophie Lexikon der Argumente

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Unbestimmtheit, Philosophie: Ein Gegenstand ist unbestimmt, wenn seine sprachliche Beschreibung weniger Merkmale angibt als ein Mitglied einer (Sprach-)Gemeinschaft normalerweise benötigt, um den Gegenstand von anderen Gegenständen zu unterscheiden. Siehe auch Übersetzungsunbestimmtheit, Vagheit, Unterbestimmtheit, Unerforschlichkeit, Bestimmtheit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 184
Unbestimmtheit der Übersetzung/Quine: die Ergebnisse der "begrifflichen Souveränität" sind weit davon entfernt, durch naturwissenschaftlich erfassbare Tatsachen über die "empirische Bedeutung " bestimmbar zu sein.
I 184
McDowellVsQuine: wenn wir das Dritte Dogma zurückweisen, hat das fatale Auswirkungen für Quine: er braucht für seine Argumentation die Aufrechterhaltung des Dualismus endogen/exogen, den DavidsonVsQuine auch ablehnt.
I 189
Theoriesprache/Beobachtungssprache/McDowellVsQuine: nun kann es sein, dass beide tatsächlich unterscheidbar sind. dann wäre die Beobachtungsbedeutung eines einzelnen theoretischen Satzes unbestimmt.
Aber wir könnten daraus keine allgemeine Bedeutungsunbestimmtheit ableiten! Wenn wir das versuchen, sind wir mit dem Dritten Dogma konfrontiert.
Dann stehen wir vor einem Grenzfall der Trennung der Sprachen: wir schieben die ganze Bedeutung in die Theorie und lassen die Erfahrung überhaupt keine Sprache mehr sprechen. Dann fehlt natürlich die rationale Beziehung.
Diese rationale Beziehung brauchen wir aber für Duhems Argument. Diese kann nun bloß noch lokaler Natur sein.
Indem wir uns den Weg durch das Dritte Dogma bahnen, stutzen wir Duhems Gedanken auf die richtige Größe zurecht. (> Theorie/McDowell).
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II 64
Unbestimmtheit/Unterbestimmtheit/Begriffsschema/McDowell: die Wahl eines Schemas ist immer unterbestimmt durch die Daten - verlangt Begriffe, die die Subjekte nicht erworben haben. - Nach dem starken Verifikationismus ist das nicht möglich, dieser setzt Verifikation mit Empfänglichkeit für Belege gleich. Begriffsschema/McDowell: brauchen wir in der realistischen Wissenschaft.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell

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> Gegenargumente gegen McDowell
> Gegenargumente zu Unbestimmtheit

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