Philosophie Lexikon der Argumente

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Quine, Willard Van Orman
 
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Unterbestimmtheit X 25f
Unterbestimmtheit/Empirie/Quine: auch durch unbeobachtete Daten.
XI 119
Unterbestimmtheit/Identität von Theorien/Quine/Lauener: Theorien: können logisch unverträglich und empirisch äquivalent sein - Bsp Vertauschung "Elektron"/"Molekül": macht aus wahren Sätzen falsche - da die Änderung rein terminologisch ist, kann man sagen, dass beide Fassungen dieselbe Theorie ausdrücken - also empirisch äquivalent sind - man kann aber die Prädikate so rekonstruieren, dass die Theorien auch logisch äquivalent werden - Bsp empirisch äquivalent: Theorie
a) Raum unendlich
b) endlich, Gegenstände schrumpfen mit Entfernung vom Zentrum - auch hier kann man die Prädikate so umformulieren, dass die Theorien logisch äquivalent werden.
Unterbestimmtheit: um sie nachzuweisen, müsste das dann aber einen Einfluss auf den empirischen Gehalt haben - Quine: es ist kaum möglich, ein Beispiel zu finden.
XI 120
Unterbestimmtheit/Quine/Lauener: zu jeder unendlichen Theorie gibt es Rivalen, die empirisch, aber nicht logisch äquivalent sind und die auch durch Rekonstruktion der Prädikate nicht logisch äquivalent gemacht werden können.
- - -
Stroud I 217
Unterbestimmtheit/Theorie/theoretische Termini/Entitäten/Quine/Stroud: die Wahrheiten, die der Wissenschaftler z.B. über Moleküle einführt, werden nicht hinreichend durch alle Wahrheiten bestimmt, die er weiß oder jemals wissen kann über die normalen Objekte - ((s) Es könnte mehrere mögliche Theorien geben, die dieselbe Menge von Wahrheiten über die normalen Objekte implizieren aber in Bezug auf die theoretischen abweichen.) - theoretische Entitäten folgen nicht aus den Wahrheiten über normale Dinge.
Quine/Stroud: für ihn sind normale Objekte aber auch bloß Hypothesen - so gehen alle Theorien über die Daten hinaus - Unterbestimmtheit: bleibt auch, wenn wir alle vergangenen und zukünftigen Nervenreize aller Menschen hinzunähmen.
I 234
Problem: auch wahre Sätze gehen über die Daten hinaus, sind als Projektionen - können also nicht gewusst werden.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

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> Gegenargumente zu Unterbestimmtheit



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.04.2017