Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Dummett, Michael
 
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Wahrheit EMD II 83
Wahrheit/Dummett: kommt vom Akt des Behauptens - eng verwandt: Korrektheit: etwas wahres zu sagen bedeutet, etwas korrektes zu sagen.
EMD II ~87
Wahrheit/Dummett: ist eine objektive Eigenschaft dessen, was ein Sprecher sagt - und das ist unabhängig vom Wissen des Sprechers oder seiner Äußerungsgründe - Wahrheit durch primitiveren Begriff der Korrektheit erklärbar - (Korrektheit aus Sätzen über die Zukunft, Frage, Befehl).
EMD II 115
Wahrheit/Dummett: immer noch notwendig für deduktive Inferenzen. - Def gültig/Dummett: eine Inferenz, die wahrheitserhaltend ist.
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Dum I 26ff
Korrespondenztheorie/Kohärenztheorie: Bedeutung vor Wahrheit - Davidson: Wahrheit vor Bedeutung
(Wahrheitsbedingungen später durch Theorie festgelegt) - Dummett beide zusammen!
Gebrauch/Wahrheit/Wittgenstein/Dummett: Gebrauchstheorie macht Wahrheitsbegriff überflüssig > Bedeutung vor Wahrheit
III 8/9
Wahrheit/Dummett: besser: Gewinn beim Spiel - notwendig: zusätzlich feststellen, dass das Ziel der Gewinn und nicht Verlust ist! - Zum Begriff der Wahrheit gehört das erklärte Ziel, wahre Aussagen zu machen - DummettVsFrege: Ziel der Wahrheit muss vor dem Behaupten feststehen, sonst könnte man denselben Gedanken ausdrücken, ihn aber verneinen
III 29
Wahrheit/Dummett: in Wirklichkeit geht es meist um die Unterscheidung ausgezeichneter/ nichtausgezeichneter Wahrheitswert.
III 40
Wahrheit/Bedeutung/Dummett: "Es ist gdw. wahr, dass p, wenn..." ist nicht hinreichend. - Gebrauch: dazu muss jedem einzelnen Konditional eine bestimmte Bedeutung verliehen werden! - Wir müssen "Wenn P, so ist es wahr, dass P" schon verstehen.
III 45
Wahrheit/Dummett: das, vermöge dessen eine Aussage wahr ist, ist das, wodurch sie als wahr erkannt werden kann.
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Putnam II 214
Wahrheit/Dummett: = Rechtfertigung - Dummett glaubt an endgültige Verifikation. - PutnamVsDummett: bloß idealisierte Verifikation möglich. - Die Behauptbarkeitsbedingungen für einen beliebigen Satz sind überhaupt nicht überschaubar - Behauptbarkeitsbedingungen lernen wir durch Aneignung einer Praxis, das ist kein Algorithmus, sie können nicht formalisiert werden - daher kann auch Rationalität nicht formalisiert werden.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.03.2017