Philosophie Lexikon der Argumente

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Tarski, Alfred
 
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Wahrheitsdefinition Berka I 403
Wahrheitsdefinition/W-Def/Tarski: bei künstlichen Sprachen: nicht lösbar, wenn sie Variablen einer beliebig hohen Stufe enthalten - Lösung: W-Begriff als undefinierter Grundbegriff - dieser kann in einer "deduktiven Disziplin" eingesetzt werden.
Berka I 477
Wahrheit/W-Def/Sprache/Tarski: wäre die Sprache endlich, brauchte man nur eine Liste, um das Schema auszufüllen.
Horwich I 119
W-Def/Tarski: hat noch weitere interessante Konsequenzen: wir können damit den semantischen Satz vom Widerspruch und den semantischen Satz vom ausgeschlossenen Dritten beweisen - nicht aber die entsprechenden logischen Sätze, weil diese den Term "wahr" enthalten. (Sie gehören zum Aussagenkalkül) - außerdem wird gezeigt, dass Wahrheit niemals mit Beweisbarkeit zusammenfällt - denn es gibt wahre Sätze, die nicht beweisbar sind.
Tarski I 156
Wahrheit/Tarski: die W-Def erhalten wir einfach aufgrund der Definition von Erfüllung:
Def Erfüllung/Tarski: Erfüllung ist eine Beziehung zwischen einem beliebigen Gegenstand und einer Aussagenfunktionen - ein Gegenstand erfüllt eine Funktion wenn die Funktion eine wahre Aussage wird, wenn die freien Variablen durch den Namen der Gegenstände ersetzen - Schnee erfüllt die Aussagenfunktion "x ist weiß" - Vs: das ist zirkulär, weil "wahr" in der Definition von Erfüllung vorkommt - Lösung: Erfüllung muss selbst rekursiv definiert werden - wenn wir die E haben, bezieht sie sich von selbst auch auf die Aussagen selbst - eine Aussage wird entweder von allen Gegenständen erfüllt, oder von keinem.
Tarski I 162
Wahrheitsdefinition/Tarski: nicht zirkulär, weil die Bedingungen, unter denen Aussagen der Form "wenn...dann" wahr sind, außerlogisch sind.
Tarski I 163
W-Schema/Tarski: richtig: (T) X ist wahr genau dann, wenn p. - falsch: (T") X ist wahr genau dann, wenn p wahr ist. ((s) Vs: hier kommt zweimal »wahr« vor). - Tarski: Verwechslung von Name und Gegenstand) Aussagen und ihren Namen) - (s) p ist die Aussage selbst, nicht die Behauptung ihrer Wahrheit - >Redundanztheorie.
Tarski I 169
Wahrheitsdefinition/Tarski: "tatsächlich" kommt nicht vor, weil sie nicht den Inhalt betrifft - auch keine Behauptbarkeitsbedingungen, weil die Definition nicht erkenntnistheoretisch ist - erkenntnistheoretisch wäre "Schnee ist weiß" nicht wahr.

Tarsk I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

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> Gegenargumente zu Wahrheitsdefinition



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.03.2017