Philosophie Lexikon der Argumente

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Wittgenstein, Ludwig
 
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Willkür/willkürlich II 230
Willkürlich/Willkür/Konvention: Zahlensysteme sind willkürlich. - Sonst würde eine andere Schreibweise anderen Tatsachen entsprechen. - II 231 natürlich kann man neuen Sätzen und Symbolen Sinn verleihen. - Eben deshalb heißen die Konventionen willkürlich.
II 236
Willkür/willkürlich/Gesetz/Physik/Naturgesetze/NG/Wittgenstein: Bsp Bahnstörungen: es ist willkürlich, ob wir unsere Gesetze für richtig erklären, und sagen, wir sehen lediglich den Planeten nicht, oder ob wir die Gesetze falsch nennen. - Wenn wir sagen, dass ein Planet in der Nähe sein muss, legen wir eine grammatische Regel fest.
II 238
Die Gesetze der Logik, wie der Satz vom ausgeschlossenen Dritten sind willkürlich! - In Wirklichkeit verwenden wir oft Widersprüche. - Bsp ich mag es und ich mag es nicht.
VI 115
Willkür/willkürlich/Grammatik/Regeln/Zweck/Wittgenstein/Schulte: Bsp die Regeln des Kochens sind nicht willkürlich, weil sie durch den Zweck des Kochens definiert sind. - Dagegen: Grammatik: ist nicht durch den Zweck der Sprache definiert - die grammatischen Regeln konstituieren erst die Bedeutung. - Daher sind sie keine Bedeutung verpflichtet. - ((s) Grammatik/Wittgenstein: = Logik).
IV 31
nicht willkürlich/Tractatus: das Zeichen des Komplexes löst sich nicht willkürlich auf. - Bsp aRb.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.03.2017